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Überblick

Hamilton Khaki Field

Die Hamilton Khaki Field ist eine Toolwatch-Kollektion, deren Gestaltung sich konsequent an den Anforderungen militärischer Zeitmesser orientiert: Ablesbarkeit, Robustheit und funktionale Klarheit. Ursprünglich aus der Belieferung des US-Militärs hervorgegangen, hat sich die Linie zu einer breit aufgestellten Modellfamilie mit Schweizer Fertigung entwickelt. Innerhalb des Hamilton-Portfolios bildet die Khaki Field den instrumentellen Kern: Eine Uhr, die auf Funktion statt auf modische Gestaltung ausgelegt ist. Die Kollektion deckt dabei unterschiedliche Gehäusegrößen, Antriebsarten und Materialien ab und richtet sich sowohl an Einsteiger in die mechanische Uhrmacherei als auch an erfahrene Träger, die eine unkomplizierte Alltagsuhr suchen.

Hintergrund und Entwicklung

Die Hamilton Watch Company wurde 1892 in Lancaster, Pennsylvania, gegründet und stellte zunächst Taschenuhren für den Eisenbahnbetrieb her, was ihr 1911 den Beinamen „The Watch of Railroad Accuracy" einbrachte. Ab 1914 belieferte Hamilton das US-Militär mit Zeitmessern. Die sogenannten Trench Watches markierten den Übergang von der Taschen- zur Armbanduhr, als Referenzdesign dieser Phase gilt die Officer's Trench Watch von 1917. Zwischen 1942 und 1945 stellte Hamilton die gesamte zivile Produktion ein und lieferte über eine Million Uhren, Marinechronometer und Präzisionsinstrumente an die Streitkräfte, wofür das Unternehmen den Army-Navy E Award for Excellence in War Production erhielt.

Nach Kriegsende begann die zivile Adaption der militärischen Designs. Die 1964 vom US-Verteidigungsministerium herausgegebene Spezifikation MIL-W-46374A diente als Vorlage für Hamiltons Referenz 9219. Zwischen 1965 und 1976 fertigte Hamilton zudem knapp 40.000 Armbanduhren des Typs 6BB „G.S." für das britische Militär mit Sekundenstopp-Funktion. Modelle unter den Spezifikationen FAPD 5101, GG-W-113 und MIL-W-3818B, die für den Einsatz im Vietnamkrieg entstanden, gelten als direkte historische Vorlagen der heutigen Khaki Field Mechanical. 1969 verlagerte Hamilton die Produktion in die Schweiz, 1974 folgte die Übernahme durch die heutige Swatch Group, und seit 2003 befindet sich der Hauptsitz in Biel.

Typische Merkmale der Kollektion

Die Khaki Field zeichnet sich durch eine Gehäusekonstruktion aus, deren Dimensionen je nach Modell und Antriebsart deutlich variieren. Die handaufgezogene Mechanical in 38 mm erreicht mit 9,5 mm Bauhöhe ein besonders flaches Profil, das sich problemlos unter einer Manschette tragen lässt. Die Automatikversionen bauen konstruktionsbedingt etwas höher: Die Titanium Automatic misst in 38 mm rund 11,68 mm und in 42 mm etwa 11,45 mm. Die Expedition-Modelle liegen bei 10,45 mm in 37 mm beziehungsweise 11,5 mm in 41 mm und unterscheiden sich durch eine polierte, bidirektional drehbare Kompasslünette. Die Anstoßbreiten betragen überwiegend 18 mm oder 20 mm, die Horn-zu-Horn-Maße bewegen sich je nach Referenz zwischen 44 mm und 52 mm, was auch auf schmaleren Handgelenken einen ausgewogenen Sitz ermöglicht.

Edelstahl bildet das vorherrschende Gehäusematerial. Die Mechanical-Serie weist durchgängig sandgestrahlte, matte Oberflächen auf, während die Automatikmodelle häufig satinierte und polierte Akzente kombinieren. Für die Titanium-Linie kommt Titan der Güteklasse 2 zum Einsatz, das sich durch geringes Gewicht, Hautverträglichkeit und eine dunkelgraue Tonalität auszeichnet. Bei den Bronzegehäusen der 38-mm-Mechanical besteht die Gehäuserückseite aus massivem Titan. PVD-Beschichtungen in Schwarz oder in einer erdfarbenen „Earth"-Variante erweitern die gestalterischen Möglichkeiten. Als Verglasung verwendet Hamilton bei nahezu allen Modellen Saphirglas, häufig mit Antireflexbeschichtung. Die 36-mm-Mechanical bildet eine Ausnahme mit hartbeschichtetem Acrylglas in Kastenform, das sich an historische Militäruhren anlehnt. Die Leuchtmasse besteht aus Super-LumiNova in verschiedenen Abstufungen: Die klassischen Mechanical-Modelle nutzen eine „Old Radium"-Farbgebung, die den Vintage-Charakter alter Tritium-Zifferblätter nachempfindet, während die 36-mm-Version das leistungsfähigere Super-LumiNova Grade X2 trägt.

Die mechanischen Kaliber basieren auf überarbeiteten ETA-Grundarchitekturen. Das Handaufzugskaliber H-50 leitet sich vom ETA 2801-2 ab, misst 25,6 mm im Durchmesser bei 3,35 mm Bauhöhe, arbeitet mit 17 Lagersteinen und einer Frequenz von 21.600 Halbschwingungen pro Stunde und verfügt über eine Sekundenstopp-Funktion. Das Automatikkaliber H-10 basiert auf dem ETA C07.611, besitzt 25 Lagersteine und arbeitet mit derselben Frequenz. Beide Kaliber sind ausschließlich mit konventionellen metallischen Hemmungskomponenten ausgestattet. Ein wesentliches technisches Merkmal beider Werke ist die Nivachron-Spiralfeder, eine titanbasierte Legierung mit hoher magnetischer Widerstandskraft, Stoßfestigkeit und stabiler Leistung bei Temperaturschwankungen. In der Praxis bedeutet das, dass die Uhr auch in der Nähe von Smartphones, Laptops oder Magnetverschlüssen zuverlässig weiterläuft. Die reduzierte Frequenz ermöglicht zusammen mit einer effizienten Aufzugsfeder eine Gangreserve von 80 Stunden bei Handaufzugs- wie bei Automatikwerken. Das Chronographenkaliber H-21, das auf dem Valjoux 7750 basiert, bietet bauartbedingt 60 Stunden Gangreserve.

Die Wasserdichtigkeit ist modellabhängig gestaffelt. Die klassischen Mechanical-Modelle in 38 mm und 42 mm sind bis 5 bar wasserdicht und eignen sich für gelegentlichen Wasserkontakt, nicht aber für dauerhaftes Untertauchen. Die robusteren Modelle Titanium, Expedition, Murph, King und die 36-mm-Mechanical erreichen 10 bar. Bei den Expedition- und King-Modellen sorgen verschraubte Kronen und Gehäuseböden für die erhöhte Dichtigkeit, während die Mechanical- und Murph-Serie Druckkronen verwendet. Hamilton weist darauf hin, dass die Wasserdichtigkeit nicht dauerhaft garantiert ist und durch Alterung der Dichtungen beeinträchtigt werden kann.

Varianten und Unterschiede innerhalb der Kollektion

Den puristischen Kern bildet die Khaki Field Mechanical mit Handaufzug, die in 36 mm, 38 mm und 42 mm erhältlich ist und sich gestalterisch an den militärischen Vorbildern der 1960er-Jahre orientiert. Die 2018 aufgelegte Wiederauflage hält sich eng an die historischen Vorlagen. Wer automatischen Aufzug bevorzugt, findet in der Khaki Field Automatic in 38 mm und 42 mm eine entsprechende Alternative, die das gleiche Grunddesign mit dem Komfort eines Rotoraufzugs verbindet.

Die Khaki Field Titanium Automatic nutzt Titan der Güteklasse 2 als Gehäusematerial und richtet sich an Träger, die eine leichtere Uhr am Handgelenk bevorzugen. Die Khaki Field Expedition in 37 mm und 41 mm unterscheidet sich durch ihre drehbare Kompasslünette und verschraubte Krone vom Rest der Kollektion und ist damit die feldtauglichste Variante. Die Khaki Field Murph, ursprünglich 2014 als Filmrequisit für „Interstellar" entworfen und seit 2019 als Serienmodell in 42 mm sowie später in 38 mm erhältlich, besitzt innerhalb der Kollektion einen eigenständigen Charakter. Die Khaki Field King Day-Date in 40 mm erweitert das Funktionsangebot um eine Tag-Datum-Anzeige, während die Khaki Field Auto Chrono mit 44 mm Gehäusedurchmesser den einzigen Chronographen der Reihe darstellt und das Kaliber H-21 mit 60 Stunden Gangreserve nutzt. Den Chronographen haben wir im Magazin vorgestellt.Seit 2024 ergänzen Quarzmodelle in 33 mm und 38 mm das Sortiment und bieten einen wartungsärmeren Zugang zur Kollektion. Die Khaki Field Power Reserve in 40 mm mit handaufzugsgesteuerter Gangreserveanzeige rundet das Portfolio ab.

Kauf- und Entscheidungshilfe

Die Khaki Field eignet sich für Träger, die eine funktional orientierte Alltagsuhr suchen, die ohne gestalterische Übertreibung auskommt. Wer eine besonders flache Uhr bevorzugt, ist mit der Mechanical in 38 mm und ihren 9,5 mm Bauhöhe gut beraten. Für den Komfort eines automatischen Aufzugs und die Gangreserve von 80 Stunden bieten sich die Automatikversionen an, wobei die Titanium-Variante vor allem dann sinnvoll ist, wenn geringes Gewicht eine Rolle spielt.

Wer die Uhr regelmäßig bei Outdoor-Aktivitäten mit Wasserkontakt tragen möchte, sollte auf die Modelle mit 10 bar Wasserdichtigkeit zurückgreifen – also Titanium, Expedition, Murph, King oder die 36-mm-Mechanical. Die klassischen Mechanical-Modelle in 38 mm und 42 mm mit ihren 5 bar reichen für den Schreibtischalltag und gelegentliches Händewaschen, aber nicht für Schwimmen oder Schnorcheln. Wer eine Chronographenfunktion benötigt, findet innerhalb der Kollektion ausschließlich die Auto Chrono mit 44 mm Gehäusedurchmesser, die allerdings deutlich größer ausfällt als die übrigen Modelle.

Für Handgelenke unter 17 cm Umfang empfehlen sich die Varianten in 36 mm, 37 mm oder 38 mm. Die Horn-zu-Horn-Maße zwischen 44 mm und 52 mm sollten bei der Größenwahl berücksichtigt werden, da sie maßgeblich beeinflussen, wie die Uhr am Handgelenk wirkt. Die Quarzmodelle in 33 mm und 38 mm sind eine Option für alle, die das Khaki-Field-Design schätzen, aber keinen mechanischen Antrieb benötigen.

Beratung und Service bei ALTHERR

Wenn du dich für eine Hamilton Khaki Field interessierst und die Uhr vor dem Kauf am Handgelenk erleben möchtest, kannst du das am ALTHERR-Standort in Köln tun. Hamilton wird dort als Marke geführt, und du kannst die verschiedenen Modellvarianten direkt vergleichen. Gerade bei der Khaki Field, die von 33 mm bis 44 mm ein breites Größenspektrum abdeckt, ist das Anprobieren oft aufschlussreicher als jede Maßangabe. ALTHERR in Köln ist bei Google mit 4,8 Sternen bewertet. Buche dir bequem deinen Beratungstermin auf unserer Website. So haben wir Planungssicherheit und können uns ausreichend Zeit für dich und deine Fragen nehmen.

Solltest du eine digitale Beratung bevorzugen, stehen wir dir auch per E-Mail, Telefon und WhatsApp zur Verfügung. Zusätzlich bieten unser Magazin und YouTube-Kanal hochwertigen Content, um dich bei der Suche nach deiner Traumuhr zu unterstützen. Hamilton gewährt auf die Khaki Field eine internationale Garantie von zwei Jahren ab Kaufdatum.