

Die TUDOR Ranger ist eine funktionale Toolwatch, die auf Robustheit, Ablesbarkeit und Zweckmäßigkeit ausgelegt ist. Innerhalb der TUDOR-Kollektion nimmt sie die Rolle der Expeditionsuhr ein – konzipiert für den Einsatz unter anspruchsvollen Bedingungen, gestalterisch reduziert auf das Wesentliche. Das satinierte Edelstahlgehäuse, die verschraubte Krone und die Wasserdichtigkeit bis 100 Meter verdeutlichen diesen instrumentellen Ansatz. Die Ranger verzichtet bewusst auf dekorative Elemente und stellt stattdessen Funktion und Klarheit in den Vordergrund. Ihre gestalterische Herkunft liegt in der wissenschaftlichen Expedition und der Erprobung unter extremen klimatischen Bedingungen.
Der Name „Ranger" wurde bereits 1929 von Hans Wilsdorf als Marke registriert, nur drei Jahre nach Eintragung der Marke „The TUDOR". In den folgenden Jahrzehnten diente die Bezeichnung allerdings nicht zur Kennzeichnung eines eigenständigen Modells, sondern wurde einzelnen Uhren der Kollektion zugeordnet. Ein frühes Beispiel ist die Referenz 279 von 1943, die für den indischen Markt gefertigt wurde und über blaue Zeiger, eine kleine Sekunde sowie ein robustes Tonneaugehäuse aus Stahl verfügte.
Den prägenden Impuls für die Ranger-Linie gab die britische Nordgrönland-Expedition, die am 8. Juli 1952 von Deptford an der Themse aufbrach. Über zwei Jahre führten Wissenschaftler und Seeleute Eisschildforschung und seismische Untersuchungen in Grönland durch und trugen dabei das damals neue Modell Oyster Prince – die erste TUDOR-Uhr, die zugleich automatisch und wasserdicht war. Die dreißig mitgeführten Uhren der Referenz 7808 trugen zwar noch nicht den Ranger-Schriftzug, doch die Expedition begründete bei TUDOR das Konzept einer robusten, praktischen und erschwinglichen Expeditionsuhr. Die Teilnehmer erhoben nach einer festgelegten Methode Leistungsdaten unter extremen Bedingungen.
Die gestalterische Identität, die heute als typisch für die Ranger gilt, entstand in den 1960er-Jahren. Kennzeichnend wurden die großen arabischen Ziffern bei 3, 6, 9 und 12 Uhr mit großzügiger Leuchtmassenbeschichtung sowie die eigenständig gestalteten Zeiger. Die Referenz 7995 von 1965 war eine 34-mm-Uhr mit Oyster-Gehäuse, verschraubter Krone und dem markanten 12-3-6-9-Layout. Ab 1969 ersetzte das TUDOR-Schildlogo die zuvor verwendete Rose auf dem Zifferblatt, und in den frühen 1970er-Jahren erschienen erstmals Ranger-Modelle mit farbigen Zifferblättern, etwa die Ranger II Referenz 9111 mit blauem Zifferblatt, orangefarbenen Akzenten, integriertem Armband und kannelierter Lünette.
Nach längerer Pause kehrte die Ranger 2014 als Heritage Ranger Referenz 79910 mit 41-mm-Gehäuse und zugekauftem ETA-Werk zurück. Den eigentlichen Neustart markierte 2022 das 70-jährige Jubiläum der Nordgrönland-Expedition, als TUDOR die aktuelle Ranger-Generation mit hauseigenem Manufakturkaliber, 39-mm-Gehäuse und dem T-fit-Schnellverstellsystem vorstellte. Seit ihrer Vorstellung ist die neue Ranger bei Kunden als Essenz einer Felduhr und Toolwatch sehr beliebt. Wir haben euch die neue Ranger 2022 vorgestellt.
Die Gehäuse beider aktuellen Größen – 39 mm und 36 mm – bestehen aus satiniertem Edelstahl der Güte 316L, einem in der Uhrenindustrie etablierten Werkstoff mit hoher Korrosionsbeständigkeit. Sämtliche Flächen sind satingebürstet, auf polierte Partien wird konsequent verzichtet, was den werkzeughaften Charakter unterstreicht. Die verschraubte Aufzugskrone trägt die TUDOR-Rose als Reliefprägung und gewährleistet zusammen mit der Gehäusekonstruktion eine Wasserdichtigkeit bis 100 Meter – ausreichend für Schwimmen und alltäglichen Wasserkontakt, ohne die Uhr als Taucheruhr zu klassifizieren. Das 39-mm-Modell besitzt eine Bauhöhe von 12,0 mm bei einer Bandanstoßbreite von 20 mm, das 36-mm-Modell misst 11,0 mm in der Höhe mit 19 mm Bandanstoßbreite.
Beide Varianten verwenden ein gewölbtes Saphirglas, das durch seine Kratzfestigkeit dauerhaft klare Sicht auf das Zifferblatt bietet und mit seiner Wölbung zugleich einen leicht vintageorientierten Eindruck erzeugt. Die Stundenmarkierungen und die charakteristischen Ranger-Zeiger sind mit Leuchtmasse der Qualitätsstufe Grade A Swiss Super-LumiNova beschichtet, die Licht speichert und in dunkler Umgebung abgibt – ein zentrales Merkmal für die Ablesbarkeit unter schlechten Lichtverhältnissen.
Im 39-mm-Gehäuse arbeitet das Manufakturkaliber MT5402, im 36-mm-Gehäuse das Kaliber MT5400. Beide sind COSC-zertifizierte Chronometer und arbeiten als selbstaufziehende mechanische Werke mit bidirektionalem Rotorsystem bei einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Die Gangreserve beträgt jeweils rund 70 Stunden, sodass die Uhr auch nach einem Wochenende ohne Tragen noch zuverlässig weiterläuft. Beide Kaliber verfügen über eine Silizium-Unruhspirale, die gegenüber magnetischen Feldern weitgehend unempfindlich ist. Dies ist ein relevanter Vorteil angesichts der zahlreichen elektronischen Geräte im modernen Alltag. Ergänzt wird die Konstruktion durch eine Sekundenstoppfunktion, einen frei schwingenden Unruh und eine vollständige Unruhbrücke, die zusätzliche Stoßfestigkeit bietet.
Das dreigliedrige Stahlband ist mit einer Faltschließe und dem TUDOR-eigenen T-fit-Schnellverstellsystem ausgestattet, das eine stufenlose Anpassung der Bandlänge um bis zu 8 mm ohne Werkzeug ermöglicht. Die Textilarmbänder werden in Frankreich auf historischen Jacquard-Webstühlen aus dem 19. Jahrhundert von der Manufaktur Julien Faure in der Region Saint-Étienne gefertigt. Daneben steht ein Hybridarmband aus Kautschuk und Leder zur Verfügung.
Die aktuelle Ranger-Kollektion gliedert sich in zwei Gehäusegrößen mit jeweils verschiedenen Zifferblatt- und Armbandkombinationen. Die 39-mm-Variante mit der Referenz M79950 ist wahlweise mit schwarzem oder beigefarbenem gewölbtem Zifferblatt erhältlich, wobei TUDOR die beige Version als „Dune White" bezeichnet, was eine Anspielung auf das Engagement der Marke bei der Rallye Dakar ist. Als Armbandoptionen stehen das dreigliedrige Stahlband mit T-fit-System, ein olivgrünes Jacquard-Textilband mit roten und beigen Streifen sowie ein Hybridarmband aus Kautschuk und Leder zur Wahl. Die neue “Dune White”-Variante der TUDOR Ranger wurde ebenfalls im Magazin vorgestellt und besprochen.
Die 36-mm-Variante mit der Referenz M79930 folgt dem gleichen gestalterischen Prinzip und bietet ebenfalls schwarze und beige Zifferblätter an. Auch hier sind das Stahlband und ein grünes Textilband mit rot-beigen Streifen und Dornschließe verfügbar. Durch die kleinere Gehäusegröße eignet sich diese Variante für schmalere Handgelenke oder für Personen, die eine kompaktere Uhr bevorzugen.
Technisch unterscheiden sich die beiden Größen vor allem durch die verwendeten Kaliber – MT5402 im 39-mm-Modell und MT5400 im 36-mm-Modell –, wobei beide Werke die gleichen Spezifikationen hinsichtlich Gangreserve, Frequenz und COSC-Zertifizierung aufweisen. Die wesentliche Entscheidung betrifft daher in erster Linie die Gehäusegröße und die gewünschte Armbandkombination.
Die TUDOR Ranger eignet sich als tägliche Toolwatch, die sowohl im Berufsalltag als auch bei Aktivitäten im Freien zuverlässig funktioniert. Mit 100 Metern Wasserdichtigkeit ist sie für Schwimmen und alltäglichen Wasserkontakt geeignet, nicht jedoch für den Einsatz als Taucheruhr – wer regelmäßig taucht, sollte innerhalb der TUDOR-Kollektion eher die Pelagos oder die Black Bay in Betracht ziehen.
Die Wahl zwischen 39 mm und 36 mm hängt in erster Linie vom Handgelenkumfang und von persönlichen Tragevorlieben ab. Das 39-mm-Modell bietet eine etwas größere Zifferblattfläche und damit marginale Vorteile bei der Ablesbarkeit, während das 36-mm-Modell kompakter am Handgelenk sitzt und unter Hemdsärmeln weniger aufträgt. Wer die Uhr häufig bei wechselnden Temperaturen trägt oder Wert auf schnelle Anpassung legt, profitiert vom T-fit-System des Stahlbands. Die Textilbänder bieten eine textile Alternative mit geringerem Gewicht, die sich vor allem bei längerer Tragezeit oder bei wärmeren Bedingungen angenehm bemerkbar macht.
Die 70-Stunden-Gangreserve beider Kaliber ist für den Alltag ein praktischer Vorteil, insbesondere für Personen, die mehrere Uhren im Wechsel tragen. Die Silizium-Unruhspirale reduziert die Anfälligkeit gegenüber magnetischen Feldern im modernen Alltag.
Die TUDOR Ranger kannst du bei ALTHERR an den Standorten in Berlin und Hannover persönlich begutachten und anprobieren. Beide Standorte werden bei Google mit 5,0 Sternen bewertet, was die durchgehend hohe Beratungsqualität widerspiegelt. Solltest du nicht in der Gegend wohnen oder eine digitale Beratung bevorzugen, kannst du uns auch per E-Mail, Telefon und WhatsApp kontaktieren. Zusätzlich bieten dir unser Magazin und YouTube-Kanal professionell erstellte Inhalte zur Selbstrecherche. So kannst du dich informieren und die richtige Kaufentscheidung treffen.
Wenn du unsicher bist, welche Gehäusegröße, Zifferblattfarbe oder Armbandvariante am besten zu dir passt, beraten dich die Fachberater vor Ort gerne ausführlich und unverbindlich. Wir empfehlen dir einen Beratungstermin zu buchen, damit wir uns explizit Zeit für dich und dein Fragen nehmen können. TUDOR gewährt auf alle Ranger-Modelle eine Herstellergarantie von fünf Jahren ab Kaufdatum. Sprich deinen Berater unbedingt auf eine Online-Registrierung bei TUDOR an, um den vollen Herstellerservice zu erhalten.