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Herrenuhren

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Die perfekten Uhrentypen für Herren

Das Beste an der Welt der Uhren ist, dass es so viele verschiedene Stile, Marken und Manufakturen zur Auswahl gibt. Der Nachteil ist jedoch, dass es überwältigend sein kann, Ihre Suche beim Uhrenkauf einzugrenzen. Deswegen zeigen wir Ihnen in diesem Artikel, welche verschiedenen Uhrentypen es gibt!

Die fünf Uhrentypen, die wir separat genauer beleuchten wollen sind Taucheruhren, Fliegeruhren, Dresswatches, sportliche Stahluhren und Chronographen, auch wenn es Überschneidungen derer gibt, wie etwa die beliebten Fliegerchronographen oder im Trend liegende Sportstahlmodelle, die ebenfalls Taucheruhren sind.

Taucheruhren für Herren

Den Grundstein für die ersten Taucheruhren legte Rolex 1926 mit der ersten wasserdichten Armbanduhr. Ebendiese Rolex Oyster wurde zum Härtetest im folgenden Jahr von der jungen Engländerin Mercedes Gleitze beim Durchschwimmen des Ärmelkanals getragen. 

Taucheruhren oder auch kurz "Diver" genannt haben sich dann in den 1950er Jahren steigender Beliebtheit erfreut, da die Entwicklung des Drucklufttauchgeräts 1943 das Sporttauchen als Breitensport ermöglichte. Vorher fanden die wasserdichten Uhren eher Einsatz in Militär und Berufstauchen. Als Urbild moderner Taucheruhren gilt die 1953 vorgestellte Rolex Submariner 6204 mit der charakteristischen Taucherlünette mit Minutenskalierung. Im selben Jahr wurde auch die Blancpain Fifty Fathoms vorgestellt, die über die erste einseitig drehbare Lünette verfügte. 

Damit kommen wir auch schon zu den Charakteristika einer modernen Taucheruhr. Diese werden in Deutschland durch die Kriterien der DIN 8306 definiert, die besagen, dass eine Taucheruhr oder Diver’s Watch:

  1. Eine Geprüfte Wasserdichtigkeit bis 20 bar haben muss (dies wird oft mit 200 Metern gleichgesetzt)
  2. Klare Ablesbarkeit aus 25 cm Entfernung von der Uhrzeit, der Tauchzeit sowie vorhandene Leuchtmasse zum Ablesen bei Dunkelheit unter Wasser
  3. Die Möglichkeit zur Vorwahl einer Zeitspanne, indem man beispielsweise die Taucherlünette dreht oder einen Timer stellt.

Auch wenn heutzutage der Tauchcomputer die Sportuhr bei Tauchgängen abgelöst hat, verwenden viele Sporttaucher immer noch ihren Diver als Backup am Handgelenk. Spätestens seit James Bond erfreuen sich die sportlichen Zeitmesser als Lifestyle-Produkt und Mode-Accessoire größter Beliebtheit.


 

Fliegeruhren für Herren

Fliegeruhren sind Armbanduhren, die maßgeschneidert für die Bedürfnisse von Piloten entwickelt wurden. Während Damenuhren schon ab 1810 als Schmuckstück am Arm getragen wurden, bevorzugten Herren noch bis ins 20. Jahrhundert Taschenuhren. Bis ein brasilianischer Pionier der Luftfahrt Alberto Santos Dumont auf seinen Freund Louis Cartier zukam.

Dumont fragte eine Armbanduhr für Herren an, da er beim Navigieren des Flugzeuges beide Hände zur Verfügung haben wollte und seine Taschenuhr schlecht aus der Tasche ziehen konnte. Daraufhin entwarf Louis Cartier 1904 die Cartier Santos, welche heute als erste Fliegeruhr bekannt ist und als Grundstein der Akzeptanz von Armbanduhren für Herren gilt. Zuvor gab es schon Zeitmesser, die als Feldausrüstung von Marine- und Artillerieoffizieren am Arm getragen wurden. 

Inspiriert von Cartier, begannen viele Manufakturen Armbanduhren für Flieger herzustellen, die genaue mechanische Uhrwerke hatten, sowie schmucklos, stoßfest und robust gebaut waren. Daraus entwickelten sich die Charakteristika moderner Fliegeruhren: Das übersichtliche, kontrastreiche Zifferblatt, oft beziffert inklusive Leuchtmasse, eine hohe Robustheit, Widerstandsfähigkeit gegen Temperaturschwankungen und Stoßfestigkeit sowie eine große, griffige Krone, die mit Handschuhen bedient werden konnte. 

Analog zur DIN-Verordnung der Taucheruhren gibt es für Fliegeruhren die DIN 8330, die aus dem “Technischen Standard Fliegeruhren” (TESTAF) entstanden ist. Um der DIN-Norm für Fliegeruhren zu entsprechen, müssen die Armbanduhren in einem bestimmten Maß Erschütterungen und G-Kräften standhalten sowie die teils empfindlichen Bordinstrumente eines Flugzeuges (Kompass oder Navigationsgeräte) nicht stören und auch selbst nicht gestört werden.

Eine große Historie an Fliegeruhren haben neben der Schöpfung durch Cartier, vor allem Breitling, IWC, Longines und ab 1960 auch Sinn. Fliegeruhren sind heute besonders beliebt - bei Allen, die das Abenteuer lieben und eine Uhr suchen, die alles mitmachen kann. Gleichzeitig bestechen die Pilotenuhren durch ihr ausdrucksstarkes Design.


 

Dress Watches für Herren

Dress Watches waren in der Historie die perfekten und angemessenen Uhren zum Anzug. Deswegen werden die meist puristischen, eleganten Zeitmesser auch "Anzuguhren" genannt. Mittlerweile haben sich die Regeln hier etwas gelockert. Ein sportliches Outfit kann durch eine Dress Watch aufgewertet werden und sportliche Stahluhren können zu Anzügen getragen werden. Zu formalen Anlässen ist die Dress Watch jedoch immer noch die beste Wahl und darf deswegen in keiner Kollektion fehlen. 

Die Merkmale der zeitlosen Herrenuhren sind folgende: 

  1. Das Gehäuse ist traditionell rund oder viereckig und oftmals aus Rot- oder Gelbgold gearbeitet. Zurückhaltendere Versionen sind in Edelstahl, Weißgold oder auch Platin erhältlich. 
  2. Das Zifferblatt ist meist eher schlicht designt, matt versilbert und hat arabische Ziffern, Stabindizes oder klassische römische Indizes. Wer besondere Leidenschaft und Faszination für die Welt der Uhrmacherkunst ausdrücken möchte, entscheidet sich für eine Dress Watch mit der Komplikation des Ewigen Kalenders, die bei ausreichendem Aufzug Datum, Wochentag und Mondphase mechanisch bis ins Jahr 2100 korrekt anzeigt. 
  3. Das Armband einer Anzuguhr ist fast ausschließlich aus Leder gefertigt. Hier bieten sich Alligatorlederarmbänder, Rindslederbänder in Alligatoroptik oder Kalbsleder an. Auch vegane Uhrenarmbänder finden zunehmend Einzug in die Branche, wie bei der im April 2021 vorgestellten solarbetriebenen Cartier SolarBeat Tank Must. 

Ikonische Vertreter der Dress Watches sind die Cartier Tank, die Junghans Max Bill, die Patek Philippe Calatrava oder die Omega De Ville Kollektion


 

Sportliche Stahluhren für Herren

Sportliche Stahluhren stellen wohl die größten Allrounder der verschiedenen Uhrentypen dar. Durch den Aufschwung der Taucheruhren mit Metallbändern und Wasserdichtigkeit in den 1950er Jahren wurde hier der Grundstein für die weitere Geschichte gelegt. Keine Person hat jedoch so den Trend sportlicher Edelstahluhren geprägt wie der Uhren-Designer Gérald Charles Genta. Er designte die Constellation von Omega (1959), die Royal Oak von Audemars Piguet (1972), die IWC Ingenieur (1975) sowie die Patek Philippe Nautilus in 1976. Diese Designs prägten die Uhrenwelt und die Wahrnehmung von Armbanduhren zunehmend. 

Anfangs waren die modernen Uhren hingegen Ladenhüter, so kostete die wuchtige 39 Millimeter im Durchmesser messende Royal Oak (“Jumbo”, weil sie für die damalige Zeit so groß war) 1972 schon üppige 3.650 Schweizer Franken, mehr als man für die meisten Golduhren ausgeben musste. Es dauerte mehrere Jahre bis die Royal Oak sich durchsetzte und nun eines der legendärsten Designs der Uhrenwelt darstellt. 

Die ersten Edelstahlarmbänder wurden erst Anfang der 70er Jahre von Rolex, Vacheron Constantin und TAG Heuer gebaut. Meist wird Edelstahl mit der Bezeichnung  316L oder 904L aufgrund der hohen Korrosionsbeständigkeit und Härte für Gehäuse und Armband verwendet. Merkmale moderner Sportstahlmodelle sind Robustheit, Wasserdichtigkeit und Vielseitigkeit. Beliebte sportliche Edelstahluhren sind die Tissot Gentleman, die Tissot PRX, die Maurice Lacroix Aikon sowie die Riviera von Baume & Mercier


 

Chronographen für Herren

Der Chronograph, wörtlich "Zeitschreiber" aus dem Altgriechischen, gilt als eine der beliebtesten Komplikationen bei Armbanduhren. Komplikationen sind zusätzliche Funktionen einer Uhr neben der einfachen Zeitanzeige. In dem Fall des Chronographen ist die Funktion einer Stoppuhr-Funktion, die mit Hilfe der Hilfszifferblätter, auch Totalisatoren genannt, visualisiert werden. Die große Sekunde auf dem Zifferblatt stellt die Sekundenstoppfunktion dar, während auf den Totalisatoren für gewöhnlich Minuten und Stunden dargestellt werden. Die Stoppfunktion lässt sich per Knopfdruck an der Seite des Gehäuses starten und auch wieder nullen.

Der sogenannte „Terzzähler“ von Louis Moinet gilt als der erste Chronograph der Geschichte. Die im Jahre 1816 fertiggestellte Astronomieuhr besaß einen zentralen Zeiger zur Anzeige von sechzigstel Sekunden, sowie Drucktasten für Start-, Stopp- und Rückstellfunktion. Zudem hatte sie eine Minuten-, Stunden- und 24-Stunden-Anzeige.

Im Laufe der Geschichte etablierten sich Chronographen in vielen Bereichen. Beispielsweise in Verbindung mit einer Tachymeterskala lassen sich bei Rennen nicht nur Rundenzeiten stoppen, sondern auch die Geschwindigkeit der Autos kalkulieren. Pulsometer-Skalen wiederum helfen Ärzten den Puls schnell und einfach zu bestimmen.

Die Omega Speedmaster Moonwatch Professional gilt als einer der bedeutendsten Chronographen der Geschichte. Am 21. Juli 1969 betrat Buzz Aldrin als zweiter Mensch die Mondoberfläche und hatte eine Speedmaster Professional auf der Außenseite seines Weltraumanzugs getragen. Damit war die Speedmaster die erste und einzige Uhr auf dem Mond und ist seitdem als Moonwatch bekannt. Mehr dazu hier

Weitere ikonische Chronographen sind die Racing-Chronographen von TAG Heuer, wie die Carerra oder die Zenith Chronomaster Sport, die auch Zehntelsekunden messen kann. In der Zenith Chronomaster sport schlägt das El Primero Kaliber, das weltbekannt ist und als erster integrierter Automatikchronograph einen besonderen Stellenwert in der Uhrenindustrie hat. 

 

Die Uhrwerke in Herrenuhren

Uhrwerke mit Handaufzug

Mechanische Uhrwerke sind faszinierend und komplex. Mit den Anfängen im Jahr 1300 gehören Uhrwerke mit Handaufzug zu den ältesten Techniken der Zeitbestimmung. Die erste tragbare Taschenuhr wurde anfang des 16. Jahrhunderts in Frankreich hergestellt. Die erste Armbanduhr wurde dagegen erst im Jahre 1812 von Abraham-Louis Breguet auf Wunsch von Königin Caroline Murat, der Schwester Napoleons, gefertigt.

Die Funktionsweise hat sich trotz vieler Innovationen über die Jahrhunderte wenig verändert. Eine Uhr mit Handaufzugswerk besteht aus Aufzug, Antrieb, Räderwerk, Hemmung, Unruh und und dem Zeigerwerk. Über das Drehen der Krone wird dem Aufzug Energie zugeführt, welche durch die Aufzugsfeder im Federhaus gespeichert wird. Die gespeicherte Energie wird dann an das Räderwerk abgegeben, welches die Zeiger mit verschiedenen Zahnrädern antreibt.

Dass die Feder die Energie nicht auf einmal abgibt, bremst die Hemmung das Räderwerk ab. Die Unruhe ist der Taktgeber für das Abbremsen der Hemmung, die bei vielen Uhren 8 oder 6 mal pro Sekunde tickt. Die Spirale der Unruh wird über den Anker immer wieder angetippt, dass die Hemmung das Räderwerk abbremsen kann und so die Energie kontinuierlich über 40, 80 oder mehr Stunden, die Gangreserve, abgegeben werden kann.

Ein Vorteil von Handaufzugsuhren ist, dass man durch das Aufziehen der Uhr die Mechanik wertschätzt, sich einen Augenblick Ruhe gönnt und - bei einem Sichtboden - einen unversperrten Blick auf das Uhrwerk hat. Die Speedmaster Professional Moonwatch mit Saphirglas und die Junghans Meister Handaufzug sind bekannte Vertreter. 


Uhrwerke mit Automatikaufzug

Die erste mechanische Uhr mit Automatikaufzug, damals als “perpetuelle” betitelt, wurde 1780 von Abraham Louis Breguet mit Schwungmasse und zwei Federhäusern erfunden. Die Erfindung machte das Aufziehen obsolet, da die Schwungmasse die Feder nur durch mechanische Bewegung der Uhr mit Energie versorgte. Es dauerte jedoch noch Jahrzehnte bis Automatikuhren in einer Vielzahl hergestellt wurden und die traditionellen Zeitmesser mit Handaufzug ablösten. Meistens kann man Uhrwerke mit Automatikaufzug auch über die Krone aufziehen, sollten sie stehen bleiben. Die Vielzahl hochwertiger Armbanduhren verwenden heutzutage Automatikwerke. Einige der größten Hersteller von Automatikuhrwerken sind ETA und Sellita aus der Schweiz sowie Miyota aus Japan. 


 

Manufakturkaliber

Mit dem Ausdruck und der Auszeichnung einer Uhrenmanufaktur heben sich Luxusuhrenmarken von der Konkurrenz ab. Bei Manufakturkalibern handelt es sich um Uhrwerke, die von den Uhrenherstellern selbst entwickelt, produziert und reguliert werden. 

Die Herstellung von Manufakturkalibern ist kosten- und zeitaufwendig. Es kann Jahre bis Jahrzehnte dauern, um ein Uhrwerk zu entwickeln. Die Uhren mit Inhouse-Kaliber müssen aber nicht immer extrem teuer sein. Seiko produziert alle Uhrwerke im eigenen Haus, sei es Automatikwerk, Quarz oder Spring Drive. Weitere Hersteller, die Manufakturkaliber verbauen, sind Omega, IWC und Breitling


 

Quarzuhrwerke

Im Gegensatz zu mechanischen Uhrwerken werden Quarzwerke mit einer Batterie betrieben, die regelmäßig gewechselt werden muss. Quarzuhren sind elektro-mechanische oder vollelektronische Uhren, deren Hauptkomponente ein Taktgeber auf Basis von Quarzschwingungen ist. Aufgrund der Möglichkeit zur industriellen, kostengünstigen Massenproduktion und der weitgehend fehlenden mechanischen Komponenten von Quarzuhrwerken schätzen viele Uhreninteressierte die mechanischen Gegenstücke mehr. Bis in die späten 1960er-Jahre war es noch nicht möglich Quarzuhren für den Massenmarkt zu bauen, da die passende Mikrotechnologie fehlte.

Quarzuhrwerke wurden ausschließlich in Präzisionsuhren in Wissenschaft und Industrie verwendet. Bis Seiko dann 1969 mit der Astron die erste mit einem Quarzwerk betriebene Armbanduhr vorstellte. Diese wurde aber noch zum Preis eines Kleinwagens im Goldgehäuse verkauft. Bis Mitte der 1970er Jahre war der Preis von Quarzuhren jedoch bereits auf unter 100 D-Mark gesunken, Tendenz weiter sinkend.

Dagegen waren mechanische Uhrwerke preislich nicht mehr konkurrenzfähig. Zudem waren Quarzuhrwerke deutlich präziser und wartungsärmer. Viele traditionelle Uhrenmanufakturen mussten in der Quarzkrise der 1970er und 1980er Jahre schließen. Das Ende der Quarzkrise wird oftmals mit der Konstruktion des ersten serienmäßigen ewigen Kalenders im Jahre 1985 datiert. IWC-Chefuhrmacher Kurt Klaus erfand den “Da Vinci Perpetual Calendar” von IWC und verhalf der Schweizer Uhrenindustrie damit zur mechanischen Renaissance.  

Aber auch Quarzuhrwerke wurden weiterentwickelt und sind keinesfalls zu verachten. Sie sind immer noch die genauesten Uhrwerke wie zum Beispiel die Superquartz-Werke Breitlings, die zehnmal präziser sind als herkömmliche Quarzwerke mit einer Gangabweichung von weniger als 15 Sekunden pro Jahr. Zu finden in der Breitling Endurance Pro. Auch Grand Seiko ist für seine außergewöhnlich präzisen und gut verarbeiteten Quarz Uhrwerke bekannt. 


 

Solar-Uhrwerke

Solar-Uhrwerke nutzen einen Quarzantrieb, benötigen jedoch für gewöhnlich keine Batterie sondern haben hinter dem lichtdurchlässigen Zifferblatt oder den Indizes liegend, eine Solarzelle, die kontinuierlich durch Umgebungs- oder Sonnenlicht Energie in einem Akku speichert. In einer einfachen Quarzuhr muss für gewöhnlich nach ein bis zwei Jahren die Batterie getauscht werden. Der Akku einer Solaruhr hält dagegen ein Jahrzehnt mehr. Namenhafte Hersteller sind hierbei Junghans, Seiko und Tissot


 

Die wichtigsten Armbandtypen für Herrenuhren

Edelstahlarmband

Edelstahlarmbänder sind absolute Allrounder im Alltag, ob zum Sport, zum Business Outfit oder zur schicken Abendgarderobe. Meistens aus 316L, seltener aus 904L gefertigt, sind die meisten Edelstahlarmbänder rostfrei und sehr korrosionsbeständig. Die Schließe ist meistens eine Faltschließe. Subtypen sind Butterfly-Schließen, die sich per Knopfdruck in beide Richtungen öffnen lassen, sowie Sicherheits-Faltschließen mit einem zusätzlichen Sicherheitsbügle, die man oft bei Taucheruhren finden kann. Weitere Extras sind Schnellverstellungen und Taucherlerängerungen, die das Tragen über dem Taucheranzug ermöglichen. 

In Sachen Design unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Varianten der Edelstahlbandintegration am Gehäuse der Uhr. 

  1. Das integrierte Design des Edelstahlbandes im Gehäuse, wie bei der Maurice Lacroix Aikon und der Baume & Mercier Riviera
  2. Das klassische Edelstahlarmband, dessen Anstöße an das Gehäuse angepasst sind. Ein Beispiel hierfür ist die Seiko 5 Sports oder die Omega Seamaster Aqua Terra.  
  3. Das Gehäuse mit klassischen Bandanstößen mit einer Lücke Zwischen Federsteg und Gehäuse wie bei der Tissot Heritage Visodate

Des Weiteren findet man noch Unterschiede in der Feingliederung: von eher robust anmutenden zwei Außengliedern und einem Mittelglied, über 5 parallele Glieder, Reiskornarmbänder bis zum klassisch verflochtenen Milanaise-Armband. 


Lederarmband

Lederarmbänder bilden ein großes Spektrum an Stilen ab. Von edlen Alligatorlederarmbändern, über sportliche Lederbänder mit Ziernähten bis rustikalen Fliegerarmbändern. Das Leder von Uhrenarmbändern wird von Tierarten wie Rind, Kalb oder Alligatoren gewonnen und daraufhin zurechtgeschnitten, verarbeitet, gefärbt und vernäht. Zudem gibt es immer mehr vegane Anbieter, die beispielsweise Apfelfaser als Ersatzprodukt verwenden. 

Die Schließen sind klassische Dornschließen oder meist schicke Faltschließen aus Edelstahl, Weiß- oder Roségold. Auch bei Lederarmbändern gibt es integrierte Designs mit abgerundeten Federstege wie bei der Baume & Mercier Clifton Baumatic


Kautschukarmband

Kautschukarmbänder sind sportliche Uhrenbänder, die sich perfekt fürs Wasser eignen und deswegen eine tiefe Verbindung zu Taucheruhren haben. Kautschuk ist ein Sammelbegriff für elastische Polymere, aus denen Gummi hergestellt wird. Naturkautschuk wird von Pflanzen hergestellt und über 99% des Naturkautschuks kommt vom Kautschukbaum "Hevea Brasiliensis".

Das Uhrenarmband aus Kautschuk erobert immer mehr das Luxussegment und wird mittlerweile immer häufiger auch and Goldgehäusen gefunden. Neben dem Tragekomfort, schätzen Uhreninteressierte den abgestimmten Look zwischen Zifferblatt, Lünette und Armband wie bei der Longines Hydroconquest, sowie den unbedarften Umgang mit Wasser und den integrierten Look am Gehäuse wie bei der Oris Aquis


 

NATO-Armband

NATO-Armbänder sind beliebte Armbänder bei allen, die ihrer Uhr gerne einen individuellen Look geben wollen. Sie sind meistens in einem Stück gefertigt und werden unter dem Gehäuse durchgefädelt, was dem Gehäuse einerseits etwas mehr Höhe andererseits damit mehr Präsenz am Handgelenk gibt. Das NATO Uhrenarmband findet seinen Ursprung im Militär im Jahre 1973.

Damals noch "G10-Band" genannt, führt die Britische Armee, als Teil der NATO, die aus Nylon gefertigten Uhrenarmbänder mit zusätzlicher Schlaufe unter dem Gehäuse ein. Die Bänder waren besonders strapazierfähig, wasserfest. Sollte ein Federsteg brechen, fielen die Uhren im Einsatz nicht vom Arm, sondern hingen noch am anderen Federsteg. Heute gilt das NATO-Band als modische, legere Alternative zu anderen Bändern, kultig gemacht durch das Tragen der James Bond Darsteller in den Filmen.

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