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Hamilton Uhren

Keine Marke steht wie Hamilton für den Geist der Vereinigten Staaten von Amerika. Bereits 1892 in Lancaster, Pennsylvania an der amerikanischen Westküste gegründet, trug Hamilton entscheidend zur Entwicklung der Infrastruktur des Landes bei. Zunächst als Zulieferer von Uhren für die rasant wachsende Eisenbahnindustrie und später als Ausstatter der U.S. Air Mail ist die Marke Hamilton eng mit der Zeit des Aufschwungs in den USA verbunden.

Ob durch Auftritte an den Handgelenken der Stars aus Hollywood oder durch bahnbrechende Innovationen, wie dem ersten LED Display einer Armbanduhr, erarbeitete sich Hamilton schnell auch über die Landesgrenzen hinaus einen exzellenten Ruf. Seit dem Eintritt in die Swatch Group 1974 tragen Hamilton Uhren stolz das Label „Swiss Made“ und entwickeln seit 2011 in Kollaboration mit ETA eigene Uhrwerke. So vereinen die Zeitmesser echten American Spirit mit der Präzision des Schweizer Uhrmacherhandwerks. Zu Lande, im Wasser und in der Luft.

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Hamilton Uhren

Um die prestigeträchtige Historie von Hamilton vollständig zu beleuchten, müssen wir ein ganzes Stück weit in der Zeit zurückgehen. Genauer gesagt ins Jahr 1892. Zu diesem Zeitpunkt entstand damals aus der Adams & Perry Watch Company – welche bereits 1874 gegründet worden war – die Hamilton Watch Company.

Wie alle Uhrenhersteller begann auch Hamilton zunächst ausschließlich mit der Produktion der in früheren Tagen gängigen Taschenuhr.

Analog durchlebten die Vereinigten Staaten von Amerika zu dieser Zeit einen enormen Aufschwung. Schienennetze wurden erweitert und 1893 eine einheitliche Bauweise für alle auf dem amerikanischen Schienensystem rollende Züge und Wagons vorgeschrieben. Dies bewirkte eine Steigerung der Effizienz und Möglichkeiten des Bahnbetriebs, welcher bereits unabdingbar geworden war. Auf diese Entwicklung reagierend produzierte Hamilton fortan Taschenuhren speziell für den Eisenbahnbetrieb. Eine gute Ablesbarkeit, hohe Genauigkeit und leichte Synchronisierbarkeit waren die Attribute, welche Hamilton’s Eisenbahnuhren 1911 den Titel

„The Watch of Railroad Accuracy“ (Die Uhr der Eisenbahn Genauigkeit) einbrachten.

Aufgrund der engen Verwobenheit mit der Geschichte der U.S.A. ging auch der Eintritt des Landes in den Ersten Weltkrieg 1917 nicht spurlos an Hamilton vorbei. Das Unternehmen wurde zum offiziellen Lieferanten für Felduhren berufen, mit denen die U.S. Army ausgestattet wurde. Binnen weniger Jahre waren die Zeitmesser in großer Stückzahl an die Offiziere und Soldaten gebracht worden und leisteten unverzichtbare Dienste an den Fronten. Im Zuge dieser Entwicklung stellte die Hamilton Watch Company ihre Produktion von Taschenuhren auf in der Handhabung deutlich praktischere Armbanduhren um und begründete damit die Richtung, die sie ab diesem Zeitpunkt erfolgreich einschlagen sollte.

Parallel zum Krieg, der über Europa tobte, entwickelte sich das U.S. Amerikanische Logistiksystem innerhalb der Landesgrenzen rasant. Bedürfnisse der Bürger mussten gestillt werden und Nachrichten galt es so schnell wie möglich zu übermitteln. All das machte eine weitere Verbesserung der Effizienz notwendig und gab der noch jungen U.S Air Mail abrupt eine große Bedeutung. Und so wurde die erste amerikanische Luftpost zwischen Washington D.C. und New York, Philadelphia im Jahr 1918 von einer Hamilton Fliegeruhr begleitet. Der Uhrenhersteller etablierte sich damit in einer Branche, in der er heute noch eine unbestrittene Relevanz hat.

„Hamilton is the watch of U.S. Mail aviators“ (Hamilton ist die Uhr der U.S. Post-Flieger) war zu dieser Zeit auf Werbeplakaten in der gesamten U.S.A. zu lesen.

Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges am 11. November 1918 begannen sowohl die Wissenschaft, als auch die Zivilbevölkerung vermehrt Flugzeuge für ihre Zwecke zu nutzen. So erreichte Admiral Richard E. Byrd 1926 als erster Pilot mit einem Flugzeug den Nordpol, umkreise diesen 13 Minuten und kehrte wohlbehalten zur Basis zurück. Gemessen wurde die Zeit mit einer Hamilton Uhr, welche heute in der werkseigenen Museumssammlung bewundert werden kann.

Nur ein Jahr später – im Jahre 1927 – nutzten Piloten die vielseitigen Hamilton Uhren um die ersten erfolgreichen Flüge von Kalifornien nach Hawaii durchzuführen. Dabei waren die Zeitmesser schon lange nicht mehr nur mit einer einfachen Zeitanzeige ausgestattet, sondern verfügten über ausgeklügelte Systeme zur Berechnung von Entfernung, Richtung und Geschwindigkeit über dem tückischen Pazifik.

Doch, dass Hamilton deutlich mehr war, als bloß ein Hersteller von praktischen Uhren für den Dienst, wurde 1928 deutlich. Die Spieler der New York Yankees gewannen in diesem Jahr die Baseball World Series und bekamen feierlich die heute als Kultobjekt zelebrierte Hamilton Piping Rock überreicht. Jede einzelne Uhr war aufwendig aus Edelmetall gefertigt und trug auf der Gehäuserückseite eine Gravur des individuellen Namen eines jeden Spielers. Zu Ebendiesen gehörten auch die Baseball-Legenden Babe Ruth und Lou Gehrig. Damit war Hamilton endgültig in der Gesellschaft angekommen und die Zeitmesser wurden unter den Bürgerinnen und Bürgern der U.S.A ein beliebtes Accessoire.

Die Piping Rock, sowie die Hamilton Flintridge sollten auch jene Uhren sein, die es vier Jahre später im Hollywood-Film „Shanghai Express“ auf die großen Leinwände schafften.

Eine bedrückende Wendung der Ereignisse ließ Hamilton im Jahre 1942 die Produktion von Uhren für den Verbraucher einstellen: Der zweite Weltkrieg war ausgebrochen und forderte – wie schon 1917 – ein Umstellen der Produktionskapazitäten Hamiltons auf Dienstuhren für die Streitkräfte der Vereinigten Staaten. Weit mehr als eine Million Uhren wurden gefertigt und ausgeliefert, darunter sowohl Armbanduhren als auch Marinechronometer und Bordinstrumente. Für diesen Beitrag wurde Hamilton mit dem Army-Navy „E“ Award ausgezeichnet, eine Auszeichnung für amerikanische Firmen, die während des Weltkriegs unentbehrliche Güter produziert hatten.

Als sich die Situation in den folgenden Jahren wieder stabilisiert hatte, begannen die Menschen in den U.S.A. wieder zu einem normalen Leben zurückzukehren. So auch Hamilton, welche 1951 und 1961 innerhalb eines Jahrzehnts gleich zwei Filmuhren stellen konnten, welche in den Kinos der Welt zu sehen waren. Eine praktische Militäruhr war es, die 1951 im preisgekrönten Film „Froschmänner“ für Aufsehen sorgte, während die extravagante, vom Industriedesigner Richard Arbib entworfene „Ventura“ am Handgelenk von Superstar und Rock’n’Roll-Legende Elvis Presley in „Blaues Hawaii“ den wohl bedeutendsten Leinwandauftritt Hamiltons feierte.

Doch neben dem Statement am Arm von Elvis zu erscheinen, setzte die Ventura auch anderweitig Maßstäbe. Sie war die erste elektrische, batteriebetriebene Armbanduhr und revolutionierte so die Uhrenindustrie. Ab 1962 gingen elektrische Armbanduhren mit futuristischem Design in die Massenproduktion und erfreuten sich großer Beliebtheit. Gekrönt wurde diese Ära mit der Vorstellung der Hamilton Pulsar im Jahre 1972: der ersten rein digitalen Armbanduhr. Sie kostete damals mit 2.100 $ mehr als ein Auto und veränderte die Art und Weise, wie wir heute Zeit ablesen für immer. Dieser bahnbrechende Erfolg veranlasste Hamilton dazu 1974 in die renommierte Swatch Group einzutreten und seitdem Uhren mit dem legendären „Swiss Made“-Schriftzug auf dem Zifferblatt zu produzieren.

In den kommenden Jahren entwickelte sich Hamilton kontinuierlich und vergrößerte seine Produktionskapazitäten aufgrund der nicht abreissenden Nachfrage stetig. Seit den 1980er Jahren lag dabei der Fokus wieder vermehrt auf klassischen Designs und so schafften es erneut Hamilton Uhren an die Handgelenke der Stars aus Hollywood, so zum Beispiel in Filmklassikern wie Men In Black, Lethal Weapon, Independence Day oder Stirb Langsam.

2003 lagerte Hamilton sowohl den Geschäftshauptsitz, als auch die Produktionsstätten endgültig ins schweizerische Biel aus. So nah am Herzen der Uhrmacherkunst gewährleistet die stetige Kontrolle und Überarbeitung von Qualität und Effizienz seit jeher exzellente Produkte für den Kunden. In logischer Konsequenz produziert Hamilton außerdem seit 2011 in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Uhrwerksspezialisten ETA eigene Uhrwerke. Auch heute noch ist die Marke mit dem „American Spirit“ ihren Wurzeln treu und stattet seit über 100 Jahren Piloten weltweit, ob Kunstflugstaffel oder Rettungshubschrauber, stolz mit zuverlässigen und innovativen Uhren aus.

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