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Fortis

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Seit der Gründung im Schweizer Grenchen im Jahre 1912 blickt Fortis auf eine ereignisreiche Historie zurück. Mit dem Zusammenschluss des Unternehmens von Walter Vogt mit dem englischen Uhrenhersteller und Erfinder John Harwood fiel im Jahre 1926 der Startschuss für eine bemerkenswerte Entwicklung. Mit der Harwood Automatic wurde noch im selben Jahre die erste sich selbst aufziehende (automatische) Armbanduhr präsentiert, welche in Serie vertrieben wurde. Bisweilen war der klassische Handaufzug die gängige Art des Uhrenantriebs gewesen.

Mitte des 19. Jahrhunderts begann Fortis mit der Entwicklung mechanischer Armbanduhren mit Weckfunktion. Ein revolutionäres Konzept. Richtungsweisend waren die folgenden Jahre außerdem, da sie Fortis als renommierten Hersteller von Flieger- und Astronautenuhren etablierten. Die Zeitmesser überzeugten verschiedenste Raumfahrtprogramme durch ihre Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit.

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Fortis

Fortis Uhren

Im Jahre 1912 wurde Fortis vom Uhrenliebhaber und Unternehmer Walter Vogt gegründet.

Der Standort im Schweizerischen Grenchen begann mit der unabhängigen Produktion von Zeitmesser und wurde aufgrund der großen Beliebtheit und der hohen Nachfrage bereits 1917 durch einen Anbau an das Produktionsgebäude erweitert. Im Stil des modernistischen Bauhauses suggerierte das Erscheinungsbild des Werks alleine bereits die Progression und Modernität für welche Fortis mit seinen Uhren stand.

So war es auch nicht verwunderlich, dass im Jahre 1926 John Harwood zur Firma stieß. Der englische Ingenieur und Uhrmacher entwickelte für und mit Fortis das erste automatische Uhrwerk, welches von einer Schwungmasse (dem Rotor) von selbst aufgezogen wurde. Bisweilen waren Werke mit Handaufzug üblich gewesen. Die erste Automatikuhr der Welt entstand, wurde vorgestellt und ab diesem Zeitpunkt in Serie produziert. Der einschlägige Erfolg, aber auch das Erfinderreichtum der Schweizer Konkurrenz veranlasste Fortis dazu, bald weitere Innovationen vorzustellen und so erschien im Jahre 1940 mit der Fortis Fortissimo die erste Wasser-geschützte Armbanduhr aus eigenem Hause und eine der ersten wasserdichten Zeitmesser überhaupt.

Abgelöst wurde die Fortissimo in den 50er jähren durch die Fortis Marinemaster, welche durch eine grundlegende Neuentwicklung eine noch höhere Wasserdichtigkeit und Druckresistenz erreichen konnte.

Wem der Name „Marinemaster“ bekannt vorkommt, der liegt richtig. Die Namensrechte teilt sich Fortis seit jeher mit dem japanischen Uhrengiganten Seiko. Da der Uhrsprung der Namensschöpfung nie final geklärt werden konnte, einigten sich die beiden Firmen sportlich und verwenden seitdem beide „Marinemaster“ für die jeweils eigenen Modelle.

Mit der „Centinella“ stellte Fortis im Jahre 1954 das erste Alarmmodell vor. Es verfügte neben einem klassischen automatischen Uhrwerk über eine Weckfunktion, welche ebenfalls über den automatischen Aufzug alleine durch die Bewegung der Uhr am Arm des Trägers mit Energie gespeist wurde. Gefolgt wurde diese zwei Jahre darauf von der „Fortis Manager“ welche zusätzlich zur Alarmfunktion noch eine hohe Wasserdichtigkeit vorweisen konnte. Das sie antreibende Uhrwerk war außerdem von solch einer Präzision, dass es noch im Jahre der Vorstellung den Schweizer Chronometerpreis gewinnen konnte. Dieser wurde vom Schweizer Institut für offizielle Zeitmessertests vergeben und ist auch heute noch Prestige-behaftet.

Als Firmengründer Walter Vogt am 13. September 1957 verstarb, übernahmen seine beiden Söhne fortan die Firma und führten das Geschäft. Begeistert und angesteckt von der beginnenden Weltraum-Euphorie, war es vor allem Walters Sohn Rolf, welcher sich in den Kopf gesetzt hatte ein Teil dieser Bewegung zu werden.

So reiste er 1962 in die Vereinigten Staaten und überreichte der NASA – welche damals noch in den Kinderschuhen steckte – die erste von Fortis konzipierte Weltraumuhr: die Spacematic AR (All Risks), eine namentliche Würdigung der waghalsigen Arbeit der Weltraumpioniere. Dieser Prototyp fand Verwendung beim Gemini-Raumfahrtprogramm der Amerikaner.

Das darauf folgende Serienmodell „Official Cosmonauts Chronograph“ wurde von russischen Kosmonauten im Weltraum getragen und bewies somit, dass automatische Armbanduhren auch außerhalb unserer Atmosphäre absolut zuverlässig und einsetzbar sind.

Im Jahre 1967 leistete Fortis weitere Pionierarbeit. Die erste aus Plastik bestehende Armbanduhr wurde vorgestellt. Aufregende Farben und endlose Kombinierbarkeit ebneten den Weg für spaßige und sportliche Alltagsuhren für jedermann. Unter dem Zweignamen „Eloga“ fanden die Modelle mit Namen „Flipper“ große Zustimmung innerhalb der Bevölkerung. Dieses Konzept wurde von vielen weiteren Schweizer Uhrenherstellern adaptiert und so werden (allerdings nicht von Fortis) auch heute noch erfolgreich bunte, unkomplizierte Plastikuhren für die breite Masse aus Schweizer Hause vertrieben. Ende der 1960er Jahre produzierte Fortis jährlich über 1.000.000 Uhren. Das darauffolgende Jahrzehnt war uhrmacherisch von der Aufbruchstimmung der 70er geprägt. Alles war möglich. Und so produzierte Fortis extravagante Uhren für jedes Budget, die klangvolle Namen trugen. So etwa „Hifi-Matic“, „TrueLine“, „SkyLark“, „BrainMatic“ oder „Easy-Math“. Damals modisch, versprühen sie heute den Charme ihrer Zeit und sind bei Liebhabern und Sammlern gleichermaßen begehrt.

Das Jahr 1987 war prägend für Fortis. Denn betrachtet man den Hersteller heute, assoziiert man neben der Raum- auch die Luftfahrt mit dem Unternehmen aus Grenchen. So wurde kurz vor Beginn der 90er die erste Fortis-Pilotenuhr vorgestellt. Charakteristisch und markant war die Farbwahl. Stahl, Grün und Orange machten die Uhren enorm gut ablesbar und wurden fortan zum Erkennungsmerkmal der Fortis’ Fliegerkollektion. Sowohl bei professionellen Piloten, als auch bei der Zivilbevölkerung erfreuten sich die Zeitmesser großer Beliebtheit.

Seit 1994 ist Fortis offizieller Ausstatter und Begleiter der Kosmonauten des Juri-Gargarin-Kosmonautentrainingszentrums. So vollendete im selben Jahr der offizielle Kosmonauten-Chronograph seine erste Mission bei den Vorbereitungen des Andockmanövers des Spaceshuttles „Atlantis“ an die MIR. 2003 geht der ebenfalls für breite Masse gebaute Kosmonauten-Chronograph in Serienproduktion und wird zu einer wahren Kultuhr.

Wie viele renommierte Schweizer Uhrenhersteller war auch das Traditionsunternehmen Fortis nicht vor dem Wettbewerbsdruck innerhalb der eigenen Landesgrenzen und der immer stärker drängenden Konkurrenz aus den restlichen Teilen der Welt gefeit. So musste im Jahre 2017 ein Antrag auf Nachlassstundung beim Schweizer Gericht eingereicht werden. Rettung in der Not kam im Jahre 2018 durch Yupp Philipp, einen langjährigen Fan und treuen Begleiter, welcher sowohl die Marke, als auch die Produktionsstandorte vollständig übernahm. Seitdem geht es wieder stetig bergauf und Fortis konnte bereits im folgenden Jahr 25-jähriges Jubiläum der Begleitung von Kosmonauten auf ihren Weltraummissionen feiern. Fortschreitende Innovation, Kundennähe und stetige, sorgfältige Erweiterung ihrer Kollektionen machen die Uhren aus dem Hause Fortis aktuell so beliebt wie selten zuvor. Prominente Repräsentanten geben Fortis internationales Rampenlicht und so schmücken beispielsweise die Aeromaster-Modelle die Handgelenke der PC-7 Fliegerstaffel der Schweizer Luftwaffe. Eine Fortis Uhr wird außerdem den dänischen Unternehmer und Abenteurer Per Wimmer an Bord eines von Virgin Galactic durchgeführten Fluges bei der ersten touristischen Reise in den Weltraum begleiten, die es je geben wird.

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