

Die OMEGA Speedmaster '57 ist eine eigenständige Unterlinie innerhalb der Speedmaster-Familie, die sich gestalterisch an der ersten Speedmaster-Referenz CK2915 von 1957 orientiert. Im Unterschied zur klassischen Moonwatch-Linie greift sie bewusst auf die Formensprache des Originals zurück und kombiniert diese mit einem aktuellen Manufakturkaliber. Die Kollektion richtet sich an Träger, die einen Chronographen mit Vintage-Charakter suchen, dabei aber nicht auf zeitgemäße Werkstechnik verzichten möchten. Innerhalb des OMEGA-Portfolios positioniert sie sich als die historisch am engsten an das Urmodell angelehnte Speedmaster-Variante.
Die erste Speedmaster erschien 1957 als Referenz 2915 mit einem 38-mm-Gehäuse, dem handaufgezogenen Kaliber 321, drei Hilfszifferblättern und einer Tachymeterlünette aus Edelstahl. Konzipiert war sie ursprünglich für den Motorsport, bevor sie durch ihre Rolle bei den NASA-Raumfahrtmissionen weitreichend bekannt wurde.
Unter dem Namen Speedmaster '57 stellte OMEGA 2013 eine erste moderne Neuinterpretation vor, die mit 41,5 mm Durchmesser und einem Automatikwerk ausgestattet war. 2017 folgte zum 60. Jubiläum die limitierte Trilogy Edition mit 38,6 mm Durchmesser und dem Kaliber 1881. Die grundlegende Überarbeitung kam im März 2022 anlässlich des 65. Jubiläums der Speedmaster-Linie. Diese aktuelle Generation kehrte zum Handaufzug zurück, erhielt das Kaliber 9906 und einen Gehäusedurchmesser von 40,5 mm. Der Wechsel zum manuellen Aufzug ermöglichte ein flacheres Gehäuseprofil und eine schmalere Lünette, wodurch die Proportionen dem Original von 1957 näherkommen als bei den Vorgängerversionen.
Das Gehäuse der Speedmaster '57 besteht aus poliertem und gebürstetem Edelstahl, misst 40,5 mm im Durchmesser bei einer Höhe von 12,99 mm und einem Bandanstoßabstand von 49,6 mm. Diese Maße ergeben ein vergleichsweise schlankes Profil für einen Chronographen. Die geraden Bandanstöße und die ungeschützte Krone in Push-Pull-Ausführung sind direkte Gestaltungszitate der Referenz CK2915. Auf Kronenschutzvorrichtungen, wie sie bei späteren Speedmaster-Generationen üblich wurden, verzichtet die '57 bewusst, was zur symmetrischen Linienführung der Gehäuseseite beiträgt. Der verschraubte, polierte Gehäuseboden trägt die Gravuren „Speedmaster '57" sowie „50 m / 165 ft" und gibt durch ein flaches, innen entspiegeltes Saphirglas den Blick auf das Werk frei. Auf der Vorderseite schützt ein gewölbtes, beidseitig entspiegeltes Saphirglas das Zifferblatt.
Die Zifferblätter sind in Sandwichkonstruktion gefertigt. Unter der oberen Schicht mit vertieften Stundenindizes liegt eine Leuchtplatte mit beigefarbenem Vintage-Super-LumiNova, das auch die Broad-Arrow-Zeiger füllt. Diese Kombination erzeugt einen warmen Farbton und gewährleistet die Ablesbarkeit bei Dunkelheit. Die gebürstete Edelstahllünette trägt lasergravierte und lasergefärbte Tachymeterziffern.
Im Inneren arbeitet das Kaliber 9906, ein Handaufzugschronograph mit Säulenradsteuerung und vertikaler Kupplung. Die Co-Axial-Hemmung in drei Ebenen reduziert die Reibung im Hemmungssystem, was sich positiv auf die Serviceintervalle auswirkt. Die Unruhspirale besteht aus Silizium und ist damit weitgehend unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen und Magnetfeldern. Zwei hintereinander geschaltete Federhäuser liefern eine Gangreserve von 60 Stunden, die Unruh schwingt mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und das Werk umfasst 44 Steine. Das Kaliber ist vom Eidgenössischen Institut für Metrologie als Master Chronometer zertifiziert, was die Ganggenauigkeit unter realen Tragebedingungen bestätigt und eine Magnetfeldresistenz von bis zu 15.000 Gauß bescheinigt. Im Alltag bedeutet das, dass Smartphones, Tablet-Hüllen mit Magnetverschluss oder Lautsprecherboxen den Gang nicht beeinflussen. Die rhodinierte Endverarbeitung mit Genfer-Streifen-Arabesken ist durch den Saphirglasboden sichtbar.
An Funktionen bietet die Speedmaster '57 neben der zentralen Stunden-, Minuten- und Chronographensekundenanzeige eine kleine Sekunde bei 9 Uhr, einen kombinierten 12-Stunden- und 60-Minuten-Zähler bei 3 Uhr, ein Datumsfenster bei 6 Uhr sowie eine Zeitzonenfunktion. Die Wasserdichtigkeit liegt bei 5 bar, was 50 Metern entspricht. OMEGA prüft diese, indem jede Uhr vollständig in Wasser getaucht und dem garantierten Druck ausgesetzt wird. Dieser Schutz reicht für Spritzwasser, Regen und gelegentlichen Wasserkontakt, eignet sich jedoch nicht für Schwimmen oder Tauchen.
Die aktuelle Kollektion umfasst acht Modelle, die sich ausschließlich in Edelstahl präsentieren und allesamt das identische Gehäuse mit 40,5 mm Durchmesser sowie das Kaliber 9906 teilen. Die Unterschiede betreffen die Zifferblattfarbe und die Armbandwahl. Neben den klassischen Varianten in Schwarz und Blau bietet OMEGA auch Ausführungen in Rot und Grün an. Jedes Modell ist wahlweise mit einem Edelstahlarmband oder einem farblich abgestimmten Lederarmband erhältlich. Die Referenznummern reichen von 332.10.41.51.01.001 bis 332.12.41.51.11.001, wobei die Ziffernfolge Aufschluss über Gehäusematerial, Armbandtyp und Zifferblattfarbe gibt. Die gestalterische Einheit aller Varianten wird durch die durchgehend verwendeten Broad-Arrow-Zeiger, die Tachymeterlünette und den symmetrischen Gehäuseaufbau mit geraden Bandanstößen gewahrt.
Die Speedmaster '57 eignet sich für Träger, die einen vielseitig einsetzbaren Chronographen mit historischer Formensprache und zeitgemäßer Technik suchen. Das Gehäuse mit 40,5 mm Durchmesser und 12,99 mm Höhe sitzt an den meisten Handgelenken unauffällig genug für den geschäftlichen Alltag, bietet durch die Farbvarianten aber auch genügend Spielraum für einen weniger formellen Einsatz. Die 60 Stunden Gangreserve erlauben es, die Uhr über ein Wochenende abzulegen, ohne sie erneut aufziehen zu müssen. Der Handaufzug setzt allerdings voraus, dass die Uhr regelmäßig manuell aufgezogen wird, was gegenüber einem Automatikwerk eine bewusste Entscheidung darstellt.
Wer die Speedmaster primär als robuste Sport- oder Taucheruhr einsetzen möchte, sollte die Wasserdichtigkeit von 50 Metern berücksichtigen, die für Schwimmen und Tauchen nicht ausreichend ist. In diesem Fall wäre innerhalb des OMEGA-Portfolios eher die Seamaster-Linie die passende Wahl. Wer hingegen die Moonwatch-Ästhetik mit den typischen Kronenschutzvorrichtungen und dem ikonischen Hesalitglas bevorzugt, findet in der klassischen Speedmaster Professional Moonwatch die näher liegende Alternative. Die Speedmaster '57 grenzt sich von beiden Linien klar ab: durch die am Original von 1957 orientierte Gestaltung, den Verzicht auf Kronenschutz und das schlanke Profil.
Wenn du die OMEGA Speedmaster '57 in Augenschein nehmen oder verschiedene Zifferblattfarben und Armbandoptionen direkt vergleichen möchtest, kannst du das an den ALTHERR-Standorten in Berlin, Köln und Hannover tun. Alle drei Häuser sind von Kunden sehr gut bewertet, Berlin und Hannover jeweils mit 5,0 von 5 Sternen bei Google, Köln mit 4,8 von 5 Sternen. Die Fachberater vor Ort können dich zu den Unterschieden innerhalb der Kollektion, zur Abstimmung von Gehäusegröße und Handgelenkumfang sowie zu den praktischen Aspekten des Handaufzugs beraten.Solltest du eine digitale Beratung bevorzugen, stehen wir dir auch per E-Mail, Telefon und WhatsApp zur Verfügung. Zusätzlich bieten dir unser YouTube-Kanal und Magazin professionell erstellte Inhalte zur Selbstrecherche. So stellen wir sicher, dass du das Wissen hast, um die perfekte Uhr für dich zu finden.OMEGA gewährt auf die Speedmaster '57 eine internationale Herstellergarantie über fünf Jahre. Für Fragen zur Verfügbarkeit einzelner Referenzen oder zur Terminvereinbarung erreichst du das Team an jedem der drei Standorte direkt.