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Überblick

OMEGA Constellation

Die OMEGA Constellation ist eine Uhrenkollektion, die seit 1952 gefertigt wird und innerhalb des OMEGA-Portfolios für chronometrische Präzision in Verbindung mit einem eigenständigen, eher formalen Designcharakter steht. Sie war die erste in Serie gefertigte Chronometer-Armbanduhr der Marke und nimmt damit eine besondere Position im Sortiment ein. Die aktuelle Kollektion umfasst mechanische und quarzbetriebene Modelle in verschiedenen Gehäusegrößen und richtet sich an Träger, die eine alltagstaugliche Uhr mit Schwerpunkt auf Ganggenauigkeit und materieller Vielfalt suchen. Die Constellation positioniert sich damit zwischen der sportlich ausgerichteten Seamaster und der klassisch-schlichten De Ville.

Hintergrund und Entwicklung

Die Vorgeschichte der Constellation beginnt 1948 mit der sogenannten „Centenary", die OMEGA zum hundertjährigen Firmenjubiläum vorstellte. 1952 folgte die offizielle Lancierung unter dem Namen Constellation. Der Gehäuseboden zeigt ein Observatorium mit acht Sternen, die auf zwei Chronometerrekorde und sechs erste Plätze bei Observatoriumswettbewerben zwischen 1933 und 1952 verweisen. Auf dem US-Markt wurde die Uhr zwischen 1952 und 1956 unter dem Namen „Globemaster" verkauft. Heute ist die Globemaster eine eigene Produktgruppe innerhalb der Constellation-Kollektion.

Die frühen Modelle arbeiteten mit sogenannten Bumper-Rotorwerken der Kaliber 351, 352 und 354, bei denen der Rotor nicht vollständig rotierte, sondern gegen Pufferfedern stieß. Ab etwa 1955 ersetzte die Kaliber-500er-Serie mit konventionellem Vollrotor diese Bauweise. Die Zifferblätter der 1950er- und 1960er-Jahre trugen das charakteristische „Pie-Pan"-Design mit einer erhöhten zentralen Fläche, die zum Indexring hin abfällt. Von oben betrachtet wirkt das wie eine umgedrehte Pie-Form, wie sie in den USA bekannt sind. Pie-Pan-Zifferblätter finden sich heute noch in den Globemaster-Varianten.

Der gestalterische Wendepunkt kam 1982 mit dem „Manhattan"-Modell von Designerin Carol Didisheim. Dieses Modell führte das integrierte Armband und die vier verschraubten Krappen auf der Lünette ein, die sogenannten „Griffes". Diese Krappen erfüllen eine technische Funktion: Sie pressen das Saphirglas samt Dichtung auf das Gehäuse und sichern so die Wasserdichtigkeit. Das Manhattan-Design wurde in den 1990er-Jahren durch ein gewölbtes Saphirglas und eine überarbeitete Lünette weiterentwickelt und bildet bis heute die gestalterische Grundlage der Kollektion. Wenn du dich näher mit der Constellation befassen willst, empfehlen wir dir die Kollektionsvorstellung im Magazin.

Typische Merkmale der Kollektion

Das Gehäusedesign der Constellation ist an den polierten Krappen und den Halbmond-Facetten an den Bandanstößen sofort erkennbar. Sämtliche Varianten besitzen ein gewölbtes, kratzfestes Saphirglas mit beidseitiger Entspiegelung. Bei den 41-mm-Modellen liegt der Hornabstand bei 44 mm, die Stegbreite bei 24,2 mm und die Bauhöhe je nach Referenz zwischen 13,4 und 13,5 mm. Die Observatory-Linie in 39,4 mm baut mit 12,23 mm etwas flacher, wobei die Platin-Gold-Variante 12,32 mm misst und der Hornabstand 47,2 mm beträgt. Bei der Observatory ist die Lünette bewusst schlank gehalten, um das Pie-Pan-Zifferblatt stärker in den Vordergrund zu rücken.

Die Materialauswahl innerhalb der Constellation ist ungewöhnlich breit für eine einzelne Kollektion. Neben Edelstahl und dem neueren O-MEGASTEEL stehen vier hauseigene Goldlegierungen zur Verfügung: 18K Sedna Gold mit warmem Roséton und 18K Moonshine Gold als blassere Alternative zu konventionellem Gelbgold. Für die Observatory-Linie existiert zudem eine Platin-Gold-Legierung aus etwa 85 Gramm Platin und rund 6,5 Gramm Gold. Die Lünetten bestehen aus Hochleistungskeramik, wobei die römischen Ziffern je nach Modell in Liquidmetal, „Grand Feu"-Weißemail oder Ceragold ausgeführt werden. Einzelne Referenzen verwenden laserbearbeitete Ziffern in positivem Relief auf Titan-Lünetten der Güteklasse 5. Bei der Observatory-Linie gibt es zusätzlich ein Modell mit Pie-Pan-Zifferblatt aus schwarzer Keramik.

Die mechanischen Herrenmodelle arbeiten durchgehend mit Co-Axial Master Chronometer Kalibern. In den 41-mm-Stahlmodellen sitzt das Kaliber 8900: ein Automatikwerk mit Co-Axial-Hemmung, Silizium-Spiralfeder, zwei in Serie geschalteten Federhäusern, 25.200 Halbschwingungen pro Stunde, 39 Rubinen und 60 Stunden Gangreserve. In Edelmetallgehäusen wird das Kaliber 8901 mit Goldrotor verwendet. Die 39-mm-Modelle nutzen das Kaliber 8800 beziehungsweise 8801, die eine Gangreserve von 55 Stunden bieten. Für die Observatory-Linie wurden die Kaliber 8914 mit rhodinierter Finissierung für O-MEGASTEEL-Referenzen und 8915 für Edelmetallversionen entwickelt, bei denen Rotor und Unruhbrücke in 18K Moonshine oder Sedna Gold gefertigt sind. Beide Observatory-Kaliber erreichen ebenfalls 60 Stunden Gangreserve. Alle genannten Werke sind METAS-zertifiziert und widerstehen Magnetfeldern von über 15.000 Gauss, was im Alltag bedeutet, dass Smartphones, Laptoptaschen mit Magnetverschlüssen oder vergleichbare Quellen die Ganggenauigkeit nicht beeinflussen.

Die Observatory-Modelle durchlaufen zusätzlich eine Prüfung mittels sogenannter Dual Metric Technology, bei der die akustische Signatur jedes einzelnen Werks über 25 Tage unter variierenden Bedingungen hinsichtlich Temperatur, Lage und Luftdruck erfasst wird. Dieses Verfahren wurde eigens für die Zweihand-Constellation entwickelt und macht einen Sekundenzeiger für die Präzisionskontrolle überflüssig. Das Laboratoire de Précision, das diese Prüfung durchführt, ist von METAS zertifiziert und vom Schweizerischen Akkreditierungsdienst anerkannt.

Die Wasserdichtigkeit unterscheidet sich je nach Linie. Die 41-mm- und die regulären 39-mm-Modelle der Hauptkollektion sind bis 5 bar wasserdicht, was 50 Metern entspricht. Entgegen der weitläufigen Meinung, kann man mit diesen 50 Metern Wasserdichtigkeit tatsächlich schwimmen gehen. OMEGA prüft jede einzelne Uhr durch vollständiges Eintauchen unter dem angegebenen Druck. So gewährleistet der Hersteller, dass die, auf der Uhr und Garantiekarte kommunizierte Wasserdichtigkeit, der Realität entspricht, um Verwirrungen vorzubeugen. Die Globemaster-Modelle innerhalb der Constellation-Familie erreichen 100 Meter. Die Observatory-Linie ist auf 30 Meter spezifiziert, ebenso die 28-mm-Quarzmodelle mit 3 bar.

Varianten und Unterschiede innerhalb der Kollektion

Die Hauptkollektion umfasst über 115 Referenzen in den Gehäusegrößen 36, 39 und 41 mm für mechanische Modelle sowie 28 mm für Quarzversionen. Quarzmodelle sind bei OMEGA immer am fehlenden Sekundenzeiger zu erkennen. Warum die OMEGA Constellation 41 laut unserem Autoren Peter ein Geheimtipp ist, erfährst du im zugehörigen Beitrag.Daneben existiert die Constellation Small Seconds mit fünf Modellen und die Constellation Meteorite mit 17 Referenzen. Die 2024 eingeführte Meteorite-Linie verwendet Zifferblätter aus echtem Muonionalusta-Meteorit, der vor rund einer Million Jahren in Nordskandinavien niederging. Das Widmanstätten-Muster, das durch den Abkühlungsprozess im Weltraum entsteht, ist bei jedem Zifferblatt einzigartig und nicht reproduzierbar. Zur farblichen Differenzierung werden die Meteorit-Zifferblätter mittels PVD-Beschichtung in Sedna-Gold, Moonshine-Gold, Grün oder Blau veredelt.

Die Constellation Observatory mit 39,4 mm Gehäusedurchmesser umfasst neun Referenzen und greift historische Gestaltungselemente auf, darunter die gewinkelten Bandanstöße früherer OMEGA-Modelle und das Pie-Pan-Zifferblatt. Sie ist die einzige Constellation-Linie, die als reine Zweihand-Uhr konzipiert ist und vom Laboratoire de Précision geprüft wird.

Die wesentlichen Unterschiede zwischen den Linien betreffen also Gehäusegröße, Zifferblattmaterial, Werkeausstattung, Wasserdichtigkeit und gestalterische Ausrichtung. Wer ein möglichst großes mechanisches Modell mit 60 Stunden Gangreserve und breiter Materialauswahl sucht, wird bei der 41-mm-Hauptkollektion fündig. Wer ein reduziertes Zweihand-Design mit historischen Designbezügen bevorzugt, für den kommt die Observatory in Frage. Die Meteorite-Linie richtet sich an Käufer, die Wert auf ein individuelles, nicht reproduzierbares Zifferblatt legen.

Kauf- und Entscheidungshilfe

Die Constellation eignet sich in erster Linie als Uhr für den gehobenen Alltag und formelle Anlässe. Durch das integrierte Armband und das eher schlanke, polierte Gehäusedesign wirkt sie am Handgelenk dressiger als etwa eine Seamaster oder Speedmaster. Die Wasserdichtigkeit von 50 Metern bei den mechanischen Hauptmodellen reicht für den Alltag aus, ist aber nicht auf regelmäßigen Wasserkontakt oder Wassersport ausgelegt. Wer eine OMEGA für sportliche Aktivitäten oder häufigen Kontakt mit Wasser sucht, sollte eher die Seamaster-Kollektion in Betracht ziehen.

Bei der Gehäusegröße ist zu bedenken, dass die 41-mm-Modelle mit einem Hornabstand von 44 mm und einer Bauhöhe von bis zu 13,5 mm nicht besonders flach ausfallen. Die Observatory mit 12,23 mm Bauhöhe sitzt spürbar dezenter am Handgelenk, hat allerdings mit 47,2 mm einen größeren Hornabstand, der bei schmaleren Handgelenken berücksichtigt werden sollte. Die 28-mm-Quarzmodelle sind als kompakte Variante für Träger konzipiert, die ein kleines Gehäuse und batteriegetriebene Wartungsarmut bevorzugen.

Hinsichtlich der Werke ist relevant, dass alle mechanischen Kaliber METAS-zertifiziert sind und über eine Magnetfeldresistenz von über 15.000 Gauss verfügen. Im Vergleich zu Uhren ohne diese Zertifizierung bedeutet das eine zusätzliche Absicherung der Ganggenauigkeit unter Alltagsbedingungen. Die Gangreserve von 55 bis 60 Stunden ist ausreichend, um die Uhr über ein Wochenende ohne Tragen nicht nachstellen zu müssen.

Beratung und Service bei ALTHERR

Du findest die OMEGA Constellation an unseren Standorten in Köln, Berlin und Hannover. In allen drei Häusern kannst du die verschiedenen Linien, Größen und Materialvarianten direkt am Handgelenk vergleichen, was gerade bei einer Kollektion mit dieser Bandbreite an Gehäuseformaten und Werkstoffen sinnvoll ist. Unsere Berater kennen die technischen Unterschiede zwischen den einzelnen Referenzen und helfen dir dabei, die passende Größe und Ausstattung für deinen Verwendungszweck zu finden. Die Zufriedenheit unserer Kunden spiegelt sich in den Google-Bewertungen wider: Berlin und Hannover werden mit 5,0 Sternen bewertet, Köln mit 4,8 Sternen.Solltest du nicht in der Gegend wohnen oder eine digitale Beratung bevorzugen, stehen wir dir auch per E-Mail, Telefon und WhatsApp zur Verfügung. Zusätzlich bieten dir unser Magazin und YouTube-Kanal professionell erstellte Inhalte zur Selbstrecherche. So kannst du dich informieren und eine Kaufentscheidung treffen, mit der du langfristig glücklich bist.

Auf jede OMEGA Constellation erhältst du die internationale Herstellergarantie von fünf Jahren. Bei Fragen zu Lieferzeiten, Lagerbeständen und anderen Themen, kannst du dich gerne an uns wenden. Am besten buchst du dir einen Termin, damit wir uns ausreichend Zeit für deine Fragen nehmen können.