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Überblick

Einleitung

Die Mido Ocean Star 200C ist eine Taucheruhr mit 200 Metern Wasserdichtigkeit, deren namensgebendes Merkmal eine unidirektional drehbare Lünette aus Hightech-Keramik darstellt. Sie verbindet ein Automatikwerk mit 80 Stunden Gangreserve mit verschiedenen Gehäusematerialien und positioniert sich innerhalb der Ocean-Star-Linie als alltagstaugliche Taucheruhr mit modernem Werkstoffkonzept. Die Kollektion umfasst rund acht Varianten in unterschiedlichen Material- und Farbkombinationen, von Edelstahl über Titan bis hin zu einer limitierten Kohlefaser-Sonderedition.

Hintergrund und Entwicklung

Die Ocean-Star-Kollektion geht auf das Jahr 1944 zurück. Mido, 1918 in Biel/Bienne gegründet, hatte sich bereits in den 1930er-Jahren intensiv mit der Abdichtung von Uhrengehäusen befasst und dabei das Aquadura-System entwickelt, bei dem ein kleines Stück Naturkork in die Aufzugskrone integriert wird, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern. Dieses System wurde zum Markenzeichen der wasserdichten Mido-Modelle und kommt in weiterentwickelter Form auch in der heutigen Ocean Star 200C zum Einsatz. In den 1960er-Jahren begleiteten Mido-Uhren Expeditionen in extreme Klimazonen, was die Belastbarkeit der Konstruktion unter realen Bedingungen belegte und in die weitere Entwicklung der Ocean-Star-Modelle einfloss. Über die Jahrzehnte hinweg wurde die Linie durch Gehäusekonstruktionen mit möglichst wenigen Dichtungsstellen und die kontinuierliche Verbesserung des Kronensystems weiterentwickelt.

Typische Merkmale der Kollektion

Das Gehäuse der Ocean Star 200C misst 42,5 Millimeter im Durchmesser bei einer offiziell angegebenen Bauhöhe von 12,3 Millimetern. Trotz des sportlichen Durchmessers fällt der Hornabstand relativ kompakt aus, was den Tragekomfort auch an schmaleren Handgelenken begünstigt. Die verschraubte Krone ist mit dem Aquadura-Korksystem ausgestattet, das die Abdichtung an dieser konstruktiv empfindlichen Stelle zusätzlich unterstützt, und der Gehäuseboden ist ebenfalls verschraubt.

Die Standardmodelle bestehen aus 316L-Edelstahl, einer in der Uhrenindustrie verbreiteten Legierung mit guter Korrosionsbeständigkeit. Das namensgebende Keramikelement ist die Lünette, deren Pigmentierung nicht aufgetragen, sondern im Material selbst verankert ist. Gegenüber Aluminium bietet Keramik eine erheblich höhere Kratzfestigkeit und behält ihre Farbe dauerhaft bei, sodass die Lünette auch nach Jahren intensiver Nutzung optisch kaum Gebrauchsspuren zeigt. Die Zifferblätter weisen ein charakteristisches Reliefmuster auf, das den einzelnen Modellen eine eigenständige optische Tiefe verleiht.

In den regulären Modellen arbeitet das Mido Caliber 80, ein Automatikwerk auf bewährter ETA-Architektur. Die Gangreserve von 80 Stunden wird durch eine gezielte Absenkung der Schwingfrequenz auf 21.600 Halbschwingungen pro Stunde erreicht, gegenüber den sonst üblichen 28.800 Halbschwingungen. Durch diesen geringeren Energieverbrauch pro Zeiteinheit läuft die Uhr mehr als drei volle Tage ohne erneutes Aufziehen weiter, was den Umgang mit mehreren Uhren im Wechsel erleichtert. Die niedrigere Frequenz kann sich zudem positiv auf den mechanischen Verschleiß und damit die Langlebigkeit des Werks auswirken. Neuere Modelle, darunter die Ausführung mit roter Keramiklünette, sind zusätzlich mit einer Nivachron-Unruhspirale ausgestattet, einer Legierung auf Titanbasis mit deutlich erhöhter Resistenz gegenüber Magnetfeldern. Das ist im Alltag relevant, da magnetische Störquellen wie Smartphones oder Magnetverschlüsse die Ganggenauigkeit mechanischer Uhren beeinträchtigen können. Ob die Nivachron-Spirale bereits in sämtlichen Varianten der Reihe verbaut wird, lässt sich derzeit nicht für alle Referenzen abschließend bestätigen.

Die Wasserdichtigkeit von 200 Metern entspricht der Norm für professionelle Taucheruhren und genügt für Schwimmen, Schnorcheln und Gerätetauchen in üblichen Freizeittiefen. Die unidirektionale Keramiklünette dient dabei als Sicherheitsinstrument, da sie nur eine Drehung gegen den Uhrzeigersinn erlaubt und sich die angezeigte verbleibende Tauchzeit bei versehentlicher Verstellung stets verkürzt, nie verlängert.

Varianten und Unterschiede innerhalb der Reihe

Die rund acht Varianten der Ocean Star 200C unterscheiden sich in erster Linie durch Gehäusematerial, Lünettenfarbe und Bandoption. Das Farbspektrum der Keramiklünetten reicht von Schwarz und Blau über Grün bis zu einem markanten Rot. Auf der Bandseite stehen Edelstahl- und Titanarmbänder, Kautschukbänder sowie Lederbänder zur Wahl.

Die Titanvariante zeichnet sich durch ein deutlich geringeres Gewicht bei gleichzeitig hoher Festigkeit und guter Hautverträglichkeit aus und eignet sich damit besonders für den täglichen Einsatz. Daneben existieren Ausführungen mit roségoldfarbener PVD-Beschichtung, die den sportlichen Charakter mit einem zurückhaltenderen Erscheinungsbild verbinden.

Eine Sonderstellung nimmt die limitierte Sonderedition mit einem Gehäuse aus geschmiedetem Kohlefaser-Verbundwerkstoff ein. Diese auf 888 Exemplare begrenzte Ausführung weicht nicht nur beim Gehäusematerial, sondern auch beim Werk vom Standard ab: Sie verwendet ein chronometerzertifiziertes Kaliber mit Silizium-Spirale, das die strengen Gangwerte der COSC einhalten muss. Jedes Kohlefaser-Gehäuse weist zudem ein individuelles Fasermuster auf. Aufgrund der COSC-Zertifizierung profitiert diese Variante laut Herstellerangaben von einer erweiterten Garantielaufzeit von fünf Jahren, während für die regulären Modelle ohne Chronometerzertifizierung die Standardgarantie von zwei Jahren gilt.

Kauf- und Entscheidungshilfe

Die Ocean Star 200C eignet sich für Träger, die eine mechanische Taucheruhr mit solider Spezifikation für den Alltag und gelegentliche Wassersportaktivitäten suchen. Die 80 Stunden Gangreserve sind ein praktischer Vorteil für alle, die mehrere Uhren im Wechsel tragen, da die Uhr auch nach einem Wochenende ohne Tragen weiterläuft. Mit 42,5 Millimetern Durchmesser und dem relativ kompakten Hornabstand sitzt sie an den meisten Handgelenken proportioniert, fällt an sehr schmalen Handgelenken aber unter Umständen etwas präsent aus.

Wer besonderen Wert auf geringes Gewicht legt, sollte die Titanvariante in Betracht ziehen, die sich im Tragekomfort spürbar von den Edelstahlmodellen unterscheidet. Bei der Materialwahl der Lünette ist zu beachten, dass Keramik zwar eine hohe Kratzfestigkeit bietet, bei starken Punktbelastungen aber empfindlicher gegenüber Absplitterungen sein kann als Metall. Für Käufer, die höhere Ganganforderungen stellen, stellt die limitierte Kohlefaser-Edition mit COSC-zertifiziertem Werk und Silizium-Spirale die technisch anspruchsvollste Variante dar, ist allerdings nur in einer Auflage von 888 Stück erhältlich. Ob die Nivachron-Spirale in der gewünschten Referenz bereits verbaut ist, sollte vor dem Kauf gezielt geprüft werden.

Beratung und Service bei ALTHERR

Die Mido Ocean Star 200C ist bei ALTHERR am Standort Köln erhältlich. Wenn du die verschiedenen Varianten in Augenschein nehmen, die Unterschiede zwischen Edelstahl und Titan am Handgelenk vergleichen oder Fragen zur Werkausstattung einzelner Referenzen klären möchtest, berät dich das Team dort persönlich. Der Kölner Standort wird bei Google mit 4,8 von 5,0 bewertet. Du bevorzugst eine digitale Beratung? Dann stehen wir dir gerne per E-Mail, Telefon und WhatsApp zur Verfügung. Darüber hinaus bieten dir unser Magazin und YouTube-Kanal hochwertig erstellten Content zur Selbstrecherche. So findest du sicher die Uhr, die zu dir passt. Für die regulären Modelle der Ocean Star 200C ohne Chronometerzertifizierung gilt die Mido-Standardgarantie von 24 Monaten. Die limitierte Kohlefaser-Edition mit COSC-zertifiziertem Werk profitiert von einer auf fünf Jahre erweiterten Garantielaufzeit.