(4 Artikel)
Sortieren:
Empfohlen
Filter
Preis
Filtern
brand logo
Überblick

Hamilton Jazzmaster

Die Hamilton Jazzmaster ist die elegante Kernkollektion innerhalb des Hamilton-Portfolios. Sie richtet sich an Träger, die einen gehobenen mechanischen oder quarzbetriebenen Zeitmesser mit klassischer Grundausrichtung suchen, ohne auf zeitgemäße Technik verzichten zu wollen. Die Kollektion umfasst über 175 Referenzen in rund zehn Unterlinien und bewegt sich überwiegend im Dress-Segment, integriert mit der Performer-Unterlinie aber auch gezielt sportliche Elemente. Angetrieben werden die Modelle wahlweise von Automatikkalibern mit bis zu 80 Stunden Gangreserve oder von Quarzwerken. Die Gehäuse werden in der Schweiz gefertigt, während der Name auf die amerikanische Herkunft der Marke verweist.

Hintergrund und Entwicklung

Hamilton wurde 1892 in Lancaster, Pennsylvania, gegründet und erlangte zunächst als Hersteller hochpräziser Eisenbahn-Taschenuhren Bekanntheit. Modelle wie die Kaliber 936, 926 und 992 waren bei rund 56 Prozent der amerikanischen Eisenbahngesellschaften im Einsatz. Die erste Armbanduhr folgte 1917, und im Zweiten Weltkrieg stellte das Unternehmen die zivile Produktion vollständig ein, um über eine Million Zeitmesser für das US-Militär zu fertigen. 1957 brachte Hamilton mit der Ventura die weltweit erste elektrische Armbanduhr auf den Markt. Ab 1966 begann die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Hersteller Buren Watch, 1969 endete die amerikanische Fertigung, und seit 2003 sitzt das Unternehmen in Biel innerhalb der Swatch Group.

Der Name Jazzmaster tauchte erstmals 1967 beim „Jazzmaster Lord Hamilton Chronograph" auf. Als direkter Vorläufer der heutigen Reihe gilt das Modell Linwood Viewmatic aus den 1990er-Jahren, das Mitte der 2000er-Jahre von der modernen Jazzmaster-Serie abgelöst wurde. Wichtige technische Meilensteine innerhalb der Kollektion waren 2011 die Einführung der Chronographenkaliber H-21 und H-31 mit 60 Stunden Gangreserve, 2013 das Wendegehäuse der Face 2 Face, 2018 die erste Silizium-Spiralfeder in einem Valjoux-7750-Derivat und 2023 die Erweiterung um die sportliche Performer-Serie zum 130-jährigen Markenjubiläum.

Typische Merkmale der Kollektion

Sämtliche Gehäuse der Jazzmaster bestehen aus 316L-Edelstahl, der je nach Modell poliert, gebürstet oder in einer Kombination aus beidem verarbeitet wird. Ergänzend sind roségoldfarbene und schwarze PVD-Beschichtungen verfügbar. Als Uhrglas kommt durchgehend synthetisches Saphirglas zum Einsatz, bei zahlreichen Referenzen beidseitig entspiegelt. Für die Ablesbarkeit bei Dunkelheit sorgt Super-LumiNova, wobei die Performer-Modelle auf die intensivere Variante Super-LumiNova X1 zurückgreifen.

Das zentrale Automatikkaliber der Kollektion ist das H-10, das auf dem ETA C07.611 basiert und mit 21.600 Halbschwingungen pro Stunde arbeitet. Die bewusst niedrigere Frequenz ermöglicht in Verbindung mit einem modifizierten Federhaus eine Gangautonomie von 80 Stunden, was im Alltag bedeutet, dass die Uhr auch nach einem kompletten Wochenende ohne Tragen weiterläuft. Das Werk besitzt 25 Lagersteine, eine Hemmung aus Metall ohne Kunststoffkomponenten und eine Spiralfeder aus Nivachron, einer nicht-magnetischen Titanlegierung mit erhöhter Widerstandsfähigkeit gegen Magnetfelder und Temperaturschwankungen. In den Jazzmaster-Modellen ist das Kaliber mit kontrastierenden azillierten und perlierten Mustern verziert, die durch den Sichtboden erkennbar sind.

Die Chronographenwerke H-21 und H-31 basieren auf dem ETA Valjoux 7750 beziehungsweise Valjoux 7753. Beide arbeiten mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und erreichen durch verlängerte Aufzugsfedern 60 Stunden Gangreserve. Das H-31 nutzt ebenfalls die Nivachron-Spiralfeder und besitzt eine eigene Lösung für die Datumsverstellung: Statt über die Hauptkrone erfolgt die Korrektur über einen kleinen Drücker in der Gehäuseflanke bei 10 Uhr. Das Kaliber H-21-Si setzt als erstes Valjoux-7750-Derivat eine Silizium-Spiralfeder ein, die praktisch immun gegen Magnetfelder, Temperaturschwankungen, Oxidation und Alterung ist. Im Sondermodell Face 2 Face III arbeitet das Kaliber H-41, das beide Gehäuseseiten synchron antreibt und auf der Rückseite einen gegen den Uhrzeigersinn laufenden Chronographen-Sekundenzeiger über Pulsometer- und Tachymeterskalen führt.

Die Wasserdichtigkeit ist nach Einsatzzweck gestaffelt. Klassische Modelle wie die Quartz, Open Heart, Viewmatic und Thinline sind bis 5 bar geprüft, was für alltäglichen Wasserkontakt ausreicht, jedoch nicht zum Schwimmen gedacht ist. Die Performer- und Chronographen-Modelle sowie die Traveler GMT 2 erreichen 10 bar und eignen sich damit auch für den Einsatz im Schwimmbecken. Die Prüfung erfolgt nach ISO 22810, die neben dem statischen Drucktest auch einen Kondensationstest bei starken Temperaturschocks vorschreibt.

Bei den Armbändern reicht das Spektrum von mehrgliederigen Edelstahlbändern mit Butterfly-Faltschließe über Straußenleder bis hin zu perforierten Kalbslederbändern im Racing-Stil bei der Performer-Linie. Einige Referenzen verfügen über das EasyClick-Schnellwechselsystem, das einen werkzeuglosen Bandtausch ermöglicht.

Varianten und Unterschiede innerhalb der Reihe

Die Jazzmaster gliedert sich in mehrere klar voneinander abgegrenzte Unterlinien. Die Jazzmaster Quartz ist mit 7,8 Millimetern Bauhöhe das schlankste Modell und in 32 sowie 40 Millimetern Durchmesser erhältlich, was sie sowohl für schmalere als auch für größere Handgelenke zugänglich macht. Die Thinline Quartz ergänzt dieses Segment als besonders flache Quarzvariante.

Die Open Heart gehört zu den bekanntesten Vertretern der Reihe und zeigt das mechanische Innenleben durch eine Zifferblattöffnung. Sie ist in 36, 40 und 42 Millimetern verfügbar. Bestimmte Varianten mit blauem Zifferblatt besitzen ein aventurinähnliches Finish, bei dem schimmernde Partikel eine sternenhimmelartige Anmutung erzeugen.

Die Viewmatic Auto als klassisches Dreizeigermodell wird in 40 und 44 Millimetern angeboten, die Day Date Auto mit zusätzlicher Tagesanzeige in 42 Millimetern. Beide nutzen das Kaliber H-10 mit 80 Stunden Gangreserve.

Die Auto Chrono und die Performer Auto Chrono bringen mit 42 Millimetern Durchmesser Stoppfunktionen in die Kollektion. Die Performer-Linie unterscheidet sich durch schwertförmige Zeiger, Super-LumiNova X1, perforierte Racing-Armbänder und eine Wasserdichtigkeit von 10 bar, wodurch sie sich deutlich sportlicher positioniert als die klassischen Modelle.

Für Reisende mit Bedarf an einer zweiten Zeitzone steht die Traveler GMT 2 bereit, die ebenfalls 10 bar Wasserdichtigkeit bietet. Einzelne ältere GMT-Referenzen auf Basis des ETA 2893-2 erreichen allerdings nur 42 Stunden Gangreserve statt der üblichen 60 oder 80 Stunden.

Die Face 2 Face III nimmt eine Sonderrolle ein: auf 999 Exemplare limitiert, mit 44 Millimetern Durchmesser und einem wendbaren Gehäuse, das auf beiden Seiten Anzeigen bietet und vom Kaliber H-41 angetrieben wird.

Kauf- und Entscheidungshilfe

Die Jazzmaster eignet sich in erster Linie für Träger, die einen vielseitigen Zeitmesser mit klassisch-eleganter Ausrichtung suchen. Die Quartz- und Thinline-Modelle passen durch ihre geringe Bauhöhe unter nahezu jede Hemdmanschette und eignen sich gut als alleinige Uhr für den Büroalltag. Wer den Blick auf ein mechanisches Werk schätzt, findet in der Open Heart eine eigenständige Option, die dieses Detail bewusst ins Zentrum rückt.

Für den Alltagseinsatz mit mechanischem Antrieb bietet die Viewmatic Auto ein günstiges Verhältnis aus Gehäusegröße, Gangreserve und Funktionalität. Die 80 Stunden Gangreserve des Kalibers H-10 sind ein praktischer Vorteil gegenüber den üblichen 38 bis 42 Stunden vieler vergleichbarer Werke in diesem Preissegment, da die Uhr auch nach zwei Tagen ohne Tragen weiterläuft.

Wer häufiger zwischen formellem und sportlichem Umfeld wechselt, sollte die Performer-Linie in Betracht ziehen. Sie bietet mit 10 bar Wasserdichtigkeit, intensiverer Leuchtmasse und sportlicheren Armbändern mehr Spielraum als die klassischen Linien, bleibt dabei aber kompakt genug für den Einsatz unter einer Manschette. Chronographen innerhalb der Kollektion liefern mit 60 Stunden Gangreserve ebenfalls alltagstaugliche Werte, haben konstruktionsbedingt jedoch eine etwas größere Bauhöhe.

Bei der Wahl der Gehäusegröße ist zu beachten, dass die Kollektion von 32 bis 44 Millimetern reicht. Modelle ab 42 Millimetern wirken an Handgelenken unter 17 Zentimetern Umfang mitunter dominant. Die Face 2 Face III ist mit 44 Millimetern und Wendegehäuse das größte Modell und richtet sich als limitierte Ausgabe an Sammler.

Wer gezielt eine Taucheruhr oder ein Modell mit mehr als 10 bar Wasserdichtigkeit benötigt, wird innerhalb der Jazzmaster nicht fündig und sollte sich in anderen Hamilton-Linien wie der Khaki Navy umsehen.

Beratung und Service bei ALTHERR

Die Hamilton Jazzmaster ist bei ALTHERR am Standort in Köln verfügbar. Wenn du die Modelle vor dem Kauf am Handgelenk vergleichen oder dich zu den Unterschieden zwischen den einzelnen Unterlinien beraten lassen möchtest, kannst du dich direkt an das Kölner Team wenden. Die Filiale wird bei Google mit 4,8 von 5 Sternen bewertet.

Solltest du eine digitale Beratung bevorzugen, stehen dir unsere Kollegen auch per E-Mail, Telefon und WhatsApp zur Verfügung. Zusätzlichen bieten unser YouTube-Kanal und Magazin hochwertig erstellten Content, um dich bei der Suche nach deiner Traumuhr zu unterstützen. Auf die Hamilton Jazzmaster erhältst du die internationale Standardgarantie von zwei Jahren.