Der Solitär

Der Name “Solitär” ist die französische Bezeichnung für “Einzelgänger” und soll damit verdeutlichen, dass nur ein einziger Stein die Ringschiene zieren soll. Das ist auch mit ein Grund dafür, dass sich der Solitär-Ring so gut als Verlobungsring eignet – er steht symbolisch dafür, dass der/die Auserwählte einmalig und unersetzbar ist.

Der klassische Solitär-Ring stammt aus einem Entwurf, des heute sehr bekannten Juweliers Tiffany & Co. 1886 kam der Schmuckentwurf zum vorschein und entwickelte sich rasch zum Inbegriff des Verlobungsrings.

Er löste damit das vorher sehr verbreitete Modell ab, welches meistens mit dem blauen Edelstein Saphir ausgestattet war. Das dunkle blau des Saphirs symbolisiert Treue und soll somit dem Liebespaar eine glückliche Zukunft heraufbeschwören. Ein gutes Beispiel dafür ist der Ring von Prinzessin Diana, den Prinz William seiner Kate Middleton zur Verlobung geschenkt hatte.

 

Die Geschichte der Verlobungsringe

Wann genau die ersten Verlobungsringe aufgetaucht sind ist nicht ganz gewiss aber eines ist klar, die Geschichte der Verlobungsringe beginnt nicht in eleganten Schmuckgeschäften und ausgestrahlten Vitrinen. Einige Archäologen glauben, dass die älteste Aufzeichnung der Übergabe eines Rings aus dem alten Ägypten vor etwa 4800 Jahren stammt. Diese waren auch nicht aus hochwertigen Edelmetallen, wie wir es kennen, sondern wurden damals aus Schilf geflochten und wurden anschließend von Frauen als Ring getragen. Ein Kreis symbolisiert Ewigkeit, ohne Anfang und ohne Ende, dies war auch in anderen Kulturen bekannt. Man bemerkte schnell, das Schilf nicht gerade das beste Material für einen Ring war und deshalb fing man an Ringe aus Leder, Knochen oder Elfenbein herzustellen. Je teurer das Material desto tiefer war die Liebeserklärung und zeigte damit auch gleichzeitig den Reichtum des Schenkers. 

Die alten Römer übernahmen die Tradition einen Verlobungsring zu verschenken. Allerdings dienten die Ringe nicht mehr als Symbol der Liebe sondern als Symbol des Eigentums. Mit der Übergabe eines Rings beanspruchten Männer die Frauen für sich. Die Ringe wurden damals aus Eisen oder Gold gefertigt und am linken Ringfinger getragen. Man glaubte, dass durch diesen Finger eine Vene läuft, die direkt mit dem Herzen verbunden sei.

Einen Ring zu verschenken, der die Kombination aus Gold und Edelsteinen besaß, entstand erst im Jahre 1477. In diesem Jahr gab Erzherzog Maximilian von Österreich Maria von Burgund einen goldenen Ring mit dem Buchstaben M ausgearbeitet in kleinen Diamanten. Eigentlich waren es Diamantsplitter, denn zu der Zeit waren noch die Schliffarten, wie wir sie heute kennen, unbekannt. Es war der erste Verlobungsring in der Geschichte, der als Schmuckstück gedacht war und Zuneigung und Liebe zum Ausdruck bringen sollte.

Von da an tauchten immer wieder Ringe auf, die unter anderem von einer Perle oder farbigen Edelsteinen verziert wurden und den Eintritt in die Ehe symbolisierten.

Einen Heiratsantrag mit einem Diamantring zu kombinieren, ist auf eine Marketing-Kampagne des weltweit größten Diamantenproduzenten DeBeers zurückzuführen. Hier wurde der Ring als ultimatives Verlobungsgeschenk exzessiv beworben und somit der moderne Trend gestartet. 1947 verfasste die französische Werbetexterin Frances Gerety den Slogan "Ein Diamant ist für immer", wodurch der Diamant zu einem Symbol für die Unzerbrechlichkeit der Liebe geworden ist. 20 Jahre später trugen in den USA 80 Prozent der verlobten Frauen einen goldenen Ring mit einem Diamanten.

 

Verlobungsringe im 20. Jahrhundert

Die Marketing Kampagne des Diamantenhändlers DeBeers war ein voller Erfolg, denn bis heute werden Ringe aus hochwertigen Edelmetallen und Diamanten zur Verlobung verschenkt. 

Dennoch verändert sich die Mode und einen Solitärring zu verschenken steht nicht mehr an erster Stelle. Stattdessen werden Ringe mit mehreren Diamanten beliebter und auch farbige Diamanten oder bunte Edelsteine, wie Morganit, Tansanit oder Aquamarin kommen immer mehr in Frage. Abgesehen von der Steinfarbe ändert sich auch die Schliffart - vom klassischen Brillantschliff bis hin zum Tropfen- oder Baguetteschliff. Es sind keine Grenzen gesetzt. 

Auch der Heiratsantrag an sich nimmt einen Wandel an, denn mittlerweile stellt auch gerne mal die Frau die bedeutungsvolle Frage. Zudem ist es auch nicht mehr unüblich, dass beide Partner einen Verlobungsring tragen oder sich gemeinsam einen aussuchen. Nach wie vor wird der Ring am Ringfinger getragen aber auch hier spielt es keine große Rolle mehr ob rechts oder links. Das entscheidet jeder für sich selbst.



Wie findet man(n) den perfekten Verlobungsring?

Eine Frage die nicht leicht zu beantworten ist und für die es auch keine konkrete Antwort gibt, allerdings könnte der ein oder andere Tipp in diesem Beitrag helfen.

Grundsätzlich hilft es sich ein wenig mit der Thematik zu befassen und sich nicht Hals über Kopf in den nächsten Laden zu stürzen und wahllos irgendwas glitzerndes zu kaufen. Man sollte sich bewusst machen, dass dieser Ring für die Ewigkeit dient und was ganz besonderes darstellt. Abgesehen davon wird dieser Ring vermutlich dem ganzen Bekanntenkreis stolz präsentiert, sprich: Oma, Opa, Cousine, der besten Freundin/ dem besten Freund, dem Onkel dritten Grades, Bruder, Schwester, Mama, Papa und im schlimmsten Fall wird er noch auf Instagram, TikTok und Facebook geteilt.

Aber keine Panik, in wenigen Schritten bekommt man ein genaueres Bild davon, wie der Traumring aussehen könnte.

 

1. Welches Design ist das richtige?

In der Regel hilft es seinen Partner/ seine Partnerin genauer zu betrachten und zu beobachten, welche Farbe an Schmuck am meisten getragen wird. Also kann man schon mal abwägen ob der Ring aus Roségold, Weißgold oder Gelbgold bestehen wird. Abgesehen von der Farbe kann man auch beobachten, ob ein auffälliges oder schlichtes Design in Frage kommt. Trägt er/sie auffälligen Schmuck, wie mehrere Farbsteine oder Diamanten, grobe Ketten oder mehrere Ohrringe, dann wäre ein Mehrsteiner-Ring gar nicht so verkehrt. Wenn er/sie aber lieber dezenten Schmuck trägt, dann wäre ein Solitärring passend. Ist man sich aber dennoch sehr unsicher ist könnte es helfen, mit seinem Partner/ seiner Partnerin an Juweliergeschäften vorbei zu laufen und mal ins Schaufenster zu schauen. Oft äußert sich der Partner/ die Partnerin, welche Schmuckstücke als schön empfunden werden. Sich den Rat von den Eltern oder der besten Freundin/ dem besten Freund zu holen, ist auch eine Möglichkeit. Falls der Partner/ die Partnerin gar keinen Schmuck trägt, kann man nie etwas mit einem schönen Solitärring falsch machen.

 

2. Goldlegierung und Steinqualität
Wenn das Design halbwegs klar ist, wartet die nächste Herausforderung, denn auch die Legierung sowie die Steinqualität spielt eine Rolle. Bekannte Goldlegierungen sind 333, 585, 750. Gold wird unter anderem mit Silber und Kupfer legiert um dem Material eine gewisse Härte zu geben, da Gold an sich extrem weiches Material ist. Um die Legierungen vereinfacht darzustellen, kann man sich z.B. eine 333 Legierung mit 33,3% Goldanteil vorstellen. Eine 585 Legierung hat demnach 58,5% Goldanteil und 750, 75,0% Goldanteil. Grundsätzlich wird dazu geraten einen Ring mit einer 585 oder 750 Goldlegierung zu wählen, da sich bei einer 333 Goldlegierung schnell die Farbe verändert und der Ring schneller anläuft. Diamanten werden in vier Kategorien eingeteilt, man nennt sie auch die 4 C’s (Cut - Schliff, Color - Farbe, Clarity - Reinheit und Carat - Gewicht). Je weißer bzw. farbloser, funkelnder, reiner und schwerer ein Stein ist, desto wertvoller wird er.

 

3. Welche Ringgröße ist die richtige?

Das ist gar nicht so leicht herauszufinden und auffällig zu fragen macht selbstverständlich auch keinen Sinn. Wenn die Möglichkeit besteht schnappt man sich einen Ring des Partners/ der Partnerin und kann diesen dann abmessen. Es gibt Ringschablonen, die man sich ausdrucken kann oder man geht zum Juwelier und lässt den Ring abmessen. Sollte gar kein Schmuck getragen werden, kann man den Ring in einer beliebigen Größe kaufen und diesen dann nach dem Antrag verkleinern oder vergrößern lassen oder in der richtigen Größe umtauschen lassen. Vorher sollte man das aber mit dem Juwelier in Erfahrung bringen, ob das überhaupt machbar ist.

 

4. Wie viel sollte man für einen Verlobungsring ausgeben?

In manchen Ländern wie z.B. in den USA ist üblich zwei bis drei Monatsgehälter für den Verlobungsring auszugeben. Diese Ringe werden meistens auch hinterher als Trauringe verwendet. Das muss natürlich nicht sein und auch der Stein muss nicht lupenrein sein. Viele mögen auch die kleinen, besonderen Fehler der Natur und möchten gerade deshalb keinen lupenreinen Diamanten. Im Endeffekt, soll der Ring mit Liebe ausgesucht werden und Emotionen wecken. Im besten Fall ist es Liebe auf dem ersten Blick, dann ist es definitiv der richtige Ring. 

 

Verlobungsringe bei ALTHERR

Wir bei ALTHERR legen großen Wert auf Leidenschaft und höchste Qualität. Das traditionelle Handwerk ist in der Goldschmiede zu Hause und wird bei uns seit über 60 Jahren täglich gelebt. Abgesehen von Reparaturen und Aufarbeitungen finden in unserer Goldschmiede auch unter anderem Anfertigungen für Verlobungsringe statt. Unsere Goldschmiede-Meisterin berät jeden Kunden individuell und entwickelt gerne ein einzigartiges Design. Ob Farbsteine, Diamanten, besondere Schliffarten oder hochwertige Edelmetalle, es werden keine Wünsche offen gelassen.

Neben den individuellen Anfertigungen bietet ALTHERR auch die Möglichkeit Verlobungsringe von der bekannten Trauring-Firma Niessing zu bestellen. Gerade das berühmte Spannring-Modell von Niessing ist absolut beliebt aber auch die Modelle Princess, Amatis oder Antares überzeugen mit feurigen Diamanten und einem einzigartigen Design.

Mehr Informationen über die Trauring-Firma Niessing findest du hier.