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Grand Seiko

Grand Seiko Uhren

Während in der Welt der mechanischen Armbanduhren Schweizer Hersteller als das Maß der Dinge gelten, hat sich ein Hersteller im fernen Japan im Schatten dieses Meinungsbildes zu einem der wichtigsten Hersteller von Armbanduhren profiliert. Grand Seiko, ein inzwischen ausgegliedertes Unternehmen des Seiko Konzerns, existiert in seiner jetzigen Form seit 1960 und blickt damit auf eine vergleichsweise junge und doch beeindruckende Historie imposanter Innovationen zurück.

Heute distanziert sich Grand Seiko von dem Image des Mutterkonzerns als Großserienherstellers. Vielmehr hat sich die Manufaktur unter Kennern und Spezialisten den Ruf eines ausgezeichneten Herstellers von hochqualitativen Armbanduhren erarbeitet. Besonders hervorstechend ist die Liebe zu Perfektion, ausgefallenen Ziffernblättern und einem in dieser Preisklasse ungewöhnlich hochwertigem Finish.

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Grand Seiko
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Während in der Welt der mechanischen Armbanduhren Schweizer Hersteller als das Maß der Dinge gelten, hat sich ein Hersteller im fernen Japan im Schatten dieses Meinungsbildes zu einem der wichtigsten Hersteller von Armbanduhren profiliert. Grand Seiko, ein inzwischen ausgegliedertes Unternehmen des Seiko Konzerns, existiert in seiner jetzigen Form seit 1960. Seiko bedeutet übersetzt „Haus der Präzision“.

Heute distanziert sich Grand Seiko von dem Image des Mutterkonzerns als Großserienherstellers. Die Manufaktur hat sich unter Kennern und Spezialisten den Ruf eines ausgezeichneten Herstellers von hochqualitativen Armbanduhren erarbeitet. Besonders hervorstechend sind die ausgefallenen Ziffernblätter und einem in dieser Preisklasse ungewöhnlich hochwertigem Finish.

 

Manufaktur

Grand Seiko gehört zu den wenigen Manufakturen, die eine außerordentlich hohe Fertigungstiefe haben. Dies ist nicht nur der Lokalisation der Manufaktur geschuldet, sondern auch dem Anspruch, den jede einzelne Grand Seiko mit sich bringt. Eine Manufaktur zeichnet sich nicht nur durch die Assemblage der Komponenten aus, sondern auch durch die Produktion und der Entwicklung neuer Innovationen.

Grand Seiko fertig in seine mechanischen Uhren in der Präfektur Iwate im Studio Shizukuishi. Die Handwerker des Studios kontrollieren das Design, die Herstellung, die Assemblage, die Regulierung und die Lieferung von wichtigen mechanischen Uhrenkomponenten einschließlich Spiralfedern.

Eine mechanische Grand Seiko Uhr besteht aus über 180 Einzelteilen, von denen jedes einzelne nahezu perfekt gearbeitet sein muss, um die Präzision des fertigen Zeitmessers zu gewährleisten. Die Toleranzen in der Uhrmacherei sind mikroskopisch klein und betragen meist nur wenige tausendstel Millimeter.

Im Studio Shinshu an neuen Technologien für Quarzuhren und dem exklusiven Spring Drive gearbeitet wird. Zu dem wir uns später ausführlich wenden.

Das Studio verfügt über die Mitarbeiter, Fähigkeiten und Technologien, um jeden Aspekt der Uhrmacherei zu meistern. Von der Entwicklung, dem Design und der Produktion von Uhrwerken bis hin zur Herstellung, Montage und Justierung kompletter Uhren, einschließlich Gehäusen, Zifferblättern, Zeigern und Indizes. Grand Seiko stellt alle Spring Drive und Quarzuhren von Grand Seiko im eigenen Haus her.

Damit ist das Studio eine der wenigen voll integrierten "Manufakturen" der Welt.

 

Für Liebhaber von Perfektion - Takumi

Mit der ersten Grand Seiko sollte die perfekte Uhr geschaffen werden. Um dies zu erreichen, braucht es Menschen mit besonderem Können.

Takumi Handwerksmeister verfügen über besondere handwerkliche und künstlerische Fähigkeiten. Handwerk, Qualität und Präzision sind die Expertise der Takumi.

Ihr außergewöhnlicher Perfektionismus und ihre Leidenschaft für das, was sie tun, sind einzigartig.

Das Ziel der Handwerker bleibt über Jahrzehnte gleich: Kontinuierlich zu lernen, die eigenen Fähigkeiten immer weiter zu verfeinern, sein Wissen weiterzugeben und die Verbindung aus Tradition und innovativen Ideen jeden Tag aufs Neue zu vollenden. Ihr wichtigstes Werkzeug sind ihre Hände.

 

Zeitgenössische Klarheit – die Designsprache von Grand Seiko

1967 hält sich die erste Grand Seiko an die bekannten Designelemente: eine runde Lünette, Strichindexe, spitzzulaufende Zeiger. Sie legen bis heute besonders Wert auf das Gesicht der Uhr.

In der japanischen Ästhetik wird besonders Wert auf das Spiel zwischen Licht und Schatten gelegt. Grand Seiko arbeitet im Design daher mit klar abgegrenzten Linien und polierten Flächen.

Die diamantgeschnittenen, facettierten Zeiger werden so bearbeitet, dass einfallendes Licht und dabei entstehender Schatten größtmöglich gebrochen werden. In der Formgebung von Bandanstößen und Gehäuseteilen findet sich dieses Wechselspiel von Hell und Dunkel wieder.

 

Das Zaratsu-Polieren ist wahrscheinlich die anspruchsvollste und schwierigste Methode, ein Uhrengehäuse zu bearbeiten. Sie erfordert eine hohe Präzision und Geschicklichkeit, die nur das menschliche Auge erreichen kann.

Beim Zaratsu-Polieren drückt der Handwerker die zu polierende Oberfläche gegen die Vorderseite der rotierenden Scheibe. Die Scheibe dreht sich konstant schnell. Der Polierer führt dabei die Oberfläche des Gehäuses von außen zur Mitte der Scheibe hin oder von dieser weg. Dadurch entsteht ein verzerrungsfreies Bild und es werden sehr feine und exakte Oberflächen und Kanten erzeugt.

 

Naturverbundenheit

Japan hat schon immer eine tiefe Verbundenheit zur Natur gehabt. Die vielfältigen Landschaften Japans sind eine Inspirationsquelle für Grand Seiko. Die SBGA407 „Snowflake“-Uhr in eisigem Hellblau oder die SLGH005 „White Birch“- Uhr, angelehnt an die Weißbirkenwälder um Shizukuishi, wo sich eines der Grand Seiko Studios befindet. Auch die vier Jahreszeiten werden von Grand Seiko künstlerisch in ihren Uhren verarbeitet. So zeigt sich die SBGJ251 in einem satten Grün. Die Hingabe, mit der Grand Seiko Zifferblätter fertig, ist unvergleichbar.

 

Mechanik und Elektronik vereinigt     

Das Spring Drive 9R Kaliber von Grand Seiko ist außergewöhnlich. Es vereint Mechanik und Elektronik. Die Mechanik erzeugt die notwendige Energie und die Elektronik setzt diese zur Regulation der Uhrzeit um. Die damit erzielte Ganggenauigkeit ist viel höher, als eine reine mechanische Uhr es erreichen könnte.

Die aufgezogene Aufzugsfeder erzeugt beim Entspannen Energie, die das Räderwerk mit einer bestimmten Geschwindigkeit dreht. Anstelle eines Hemmrades besitzt das Spring Drive ein Gleitrad und einem Wirkungsblock (Magnet). Es wird eine induktive Spannung durch Polarisation (ein sich veränderndes Magnetfeld) des angrenzenden Spulenkörpers (dem Leiter) erzeugt. Der elektromagnetische Impuls reguliert die Geschwindigkeit des Gleitrades.

Die so gewonnene Energie des Gleitrades aktiviert den Quarzoszillator und einen integrierten Schaltkreis. Ihre Genauigkeit ist beispiellos für eine Uhr, die von einer Aufzugsfeder aufgezogen wird. Die Entwicklung des 9R Spring Drive Uhrwerks war nur deshalb möglich, weil Grand Seiko eine der wenigen Marken ist, die sowohl auf dem Gebiet der mechanischen als auch der elektronischen Uhren über ein umfassendes Know-how verfügt.

Das Spring Drive Kaliber kommt in den verschiedensten Modellen zum Einsatz. Vom Chronographen mit GMT (9R86) bis zur Handaufzugsuhr mit acht Tagen Gangreserve (9R01) ist für jeden etwas dabei.

 

Grand Seiko 9R01

Das erste Grand Seiko Kaliber 9R01 wurde mit einer Gangreserve von 8 Tagen ausgestattet.

Zur Realisierung der 192 Stunden Gangreserve wurden drei Federhäuser genutzt. Sie sind der Reihe nach aufgebaut. Eine Reihenschaltung kann im Gegensatz zur Parallelschaltung variablerer im Werk verbaut werden und ist somit platzsparender.

Präzise gefertigte und polierte Teile, sowie die Tatsache, dass keine klassische Hemmung zwischengeschaltet ist, sorgen für weniger Reibung und somit für eine Erhöhung der Effizienz der Energieübertragung um 10%.

Im Gegensatz zu anderen namenhaften Kaliberherstellern verwendet Grand Seiko im Kaliber 9R01 nicht mehrere Brücken um die verschiedenen Baugruppen zu lagern, sondern nur eine Brücke. Diese Art der Lagerung bietet weitaus mehr Stabilität und somit Sicherheit bei Stößen und bei einem Fall der Uhr.

Die Brücke ist dreimal stärker als andere Spring Drive Kaliber Brücken. Dies erhöht ebenso die Lebensdauer der Uhren. Durch diese Fertigungsdicke kann ebenso erreicht werden, dass die Wellen der Räder bei Erschütterung und anderen Stoßbelastungen besser geschützt sind.

 

Grand Seiko 9R86

Das Spring Drive Kaliber 9R86 ist wohl der präziseste federgetriebene Chronograph der Welt. Er liefert eine Ganggenauigkeit von ±15 Sekunden pro Monat oder ±1 Sekunde pro Tag. Für das Starten und Stoppen des Chronographen wurde ein Schaltrad benutzt. Dies ist präziser als das Nockenrad, das beispielsweise im ETA 7750 benutzt wird. Das System funktioniert mittels einer vertikalen Kupplung, die Verschleißärmer ist im Gegensatz zur Horizontalen Kupplung. Durch diese Bauart wird auch ein “springen“ des Stoppzeigers verhindert. Der zweistufige Bereit/ Start Modus verhindert zudem Zeitmessfehler. Der Chronograph wechselt in den Bereit- Modus wenn der Drücker leicht gedrückt wird. Ein weiterer Druck startet die Stoppuhr.

 

Über den normalen Chronometerstandard hinaus

Grand Seiko versteht sich auch im Entwickeln mechanischer Uhren. Um die Funktion und Ganggenauigkeit einer mechanischen Uhr zu gewährleisten, müssen die Teile präzise gefertigt werden.

Zur Herstellung der Präzisionsteile für das Kaliber 9S wird die MEMS-Technologie (Micro-Electro-Mechanical Systems) eingesetzt. MEMS ist eine hochentwickelte Halbleiter-Fertigungstechnologie, die die Herstellung von Leichtbauteilen mit extremer Präzision und Toleranzen von einem tausendstel Millimeter ermöglicht.

Für die effiziente Energieübertragung der Feder zur Unruh werden die Triebe eines jeden Zahnrades bei Grand Seiko von Hand poliert. Dies Verlängert zudem die Lebensdauer der Uhr. Je glatter die Oberfläche eines Materials, desto geringer ist die Reibung und der daraus entstehende Abtrag von Material.

Die Spiralfeder von Grand Seiko ist besteht aus einer eigens entwickelten Kobalt- Nickel Legierung. Sie zeichnet sich durch besondere Festigkeit bei gleichbleibend guter Elastizität aus. Die Feder kann Stöße besser verkraften und schwingt allgemein bei Positionsveränderungen gleichmäßiger.

Grand Seiko Uhren sind im Übrigen nicht Chronometer zertifiziert, da Grand Seiko an sich selbst höhere Ansprüche stellt. Das Werk 9S wird 17 Tage lang unter strengen Bedingungen in sechs Lagen und drei unterschiedlichen Temperaturen getestet.

 

Jahrzehnte lange Erfahrung: Grand Seiko 9F

Die Energiequelle einer jeden Quarzuhr ist eine Batterie. Die von der Batterie abgegebene Energie wird an einen Quarzoszillator weitergegeben. Der Integrierte Schaltkreis erkennt dieses Signal und gibt es an einen Schrittschaltmotor weiter. Dieser wiederrum bewegt das Räderwerk und die damit verbundenen Zeiger der Quarzuhr.

Grand Seiko stellt seine Quarzoszillatoren selbst her und lässt diese in der Manufaktur drei Monate altern. Diese Prozess geschieht unter verschiedenen elektrischen Spannungen um die gewünschten Eigenschaften des Quarzoszillatoren zu stabilisieren.

Das 9F Quarzwerk verwendet einen Federhebelmechanismus, der das Datum in nur 1/2.000stel einer Sekunde umschaltet. Das Antriebsrad der Datumsanzeige baut während es sich dreht eine Spannung in der Hebelfeder auf. Diese gibt ihre gespeicherte Energie frei, sobald sie die Position der Nockenscheibe erreicht.

Das das Datum um Mitternacht schaltet liegt übrigens nicht in der Technik, sondern in dem handwerklichen Geschick des Uhrmachers.

Während die meisten Quarzwerke automatisiert montiert werden, geschieht dies bei Grand Seiko noch durch die Hände zwei erfahrender Uhrmacher.

Eine weitere Besonderheit der Grand Seiko 9F Kaliber ist die Übersetzung von der Krone zu den Zeigern. Während bei normalen Quarzuhren eine Umdrehung der Krone eine Umdrehung des Minutenzeigers entspricht, entspricht bei Grand Seiko eine Umdrehung der Krone 1/3 einer Umdrehung des Minutenzeigers (20 Minuten). Dies ermöglicht eine präzisere Zeiteinstellung.

 

Bildquelle: Grand Seiko

Autor: Charlotte Gerdes

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