Hey Leute! Ihr alle werdet es sicherlich mitbekommen haben. Die Watches & Wonders wurde in Genf abgehalten und wie jedes Jahr wurden die Neuvorstellungen der Hersteller sehnlichst erwartet. Deswegen möchte ich euch in dieser Sonderausgabe des Sekundenstopps einen kompakten Überblick über die (in meinen Augen) heissesten Releases geben. Vorweg möchte ich jedoch gerne loswerden, dass es natürlich schier unmöglich ist, über alle Uhren zu berichten. Auch werde ich nicht in die tiefsten Details gehen können, da sonst jeglicher Rahmen gesprengt würde. Trotzdem wünsche ich euch natürlich viel Freude beim Lesen. Und jetzt: Lasst uns einsteigen!

Disclaimer: Alle nachfolgenden Bilder entstammen der offiziellen Website der Watches & Wonders. Die Rechte liegen bei den Urhebern. Ihr findet zudem unter angegebenem Link die Gesamtheit aller Neuvorstellungen inklusive Bilder und Beschreibungen. Die folgenden Marken und Modelle liste ich in unspezifischer Reihenfolge.


ROLEX

Starten wir mit den „Heavy Hitters“. Jedes Jahr sind die Releases der Krone mitunter am meisten antizipiert und auch dieses Jahr wurden die Erwartungen an ein gewisses Aufsehen zumindest nicht enttäuscht. Eine neue Oyster Perpetual GMT Master 2 mit grün-schwarzer Lünette ergänzt nun den Katalog. Zwischen der Pepsi (Rot-Blau) und der Batman (Schwarz-Blau) findet sich nun eine weitere Ausführung im Line Up. Neben der erfrischenden Farbkombination überraschte Rolex – welche sonst für eher konservative Designs bekannt sind – durch eine left hand drive Ausführung ihrer Ikone mit der Aufzugskrone auf neun Uhr. Dort findet sich auch das Datumsfenster inklusive Cyclops. Gewöhnungsbedürftig? Ja! Aber irgendwie auch ganz cool! Durch dieses Design musste Rolex zudem das Uhrwerk 3285 modifizieren, um es wieder auf den charakteristischen Superlative Chronometer Standard zu heben. Erhältlich ist der Zeitmesser am Oyster- und am Jubilee-Band. Jetzt hat die Marke also offiziell eine „Lefty“ im Sortiment.

 

Ebenfalls überarbeitet wurde die Rolex Air King. Seit Jahren wird immer wieder über die Einstellung dieser Uhr spekuliert, welche einst nach den Armaturen eines Überschall-Rennwagens angefertigt worden war, welcher jedoch nie an den Start ging. Ein neues Gehäuse mit sportlicheren Proportionen und Kronenschützern grenzt sie von Modellen wie der Milgauss oder der Oyster Perpetual ab und orientiert sie mehr in Richtung der anderen Professional-Modelle, wie der Submariner oder der GMT Master. Die Zahlen 3,6 und 9 beherbergen nun Leuchtmasse und der 5-Minuten-Index wurde für mehr Symmetrie auf dem Blatt mit einer 0 ergänzt. Ein breiteres Mittelglied im Armband vervollständigt den Look. Eine Oysterlock-Schließe sorgt nun für sicheren Halt am Handgelenk. Angetrieben wird die Uhr vom Kaliber 3230.

Zuzüglich findet sich eine neue Variante der Platin Day Date 40 mit einer lang erwarteten geriffelten Lünette und eisblauem Blatt. Neue Zifferblätter gab es zudem für die Datejust 31. Als Special-Piece wurde eine diamantbesetzte Yacht-Master 40 aus Weißgold vorgestellt. Etwas größer – in 42 mm – finden wir zudem auch eine weitere Yacht-Master in Gelbgold am Oysterflex-Armband. Hervorzuheben ist zudem die Einstellung einiger farbiger Oyster Perpetual Modelle, welche erst vor einem Jahr Einzug in die Kollektion erhielten.

 


TUDOR

Als Konzessionär der Rolextocher TUDOR waren wir bei Altherr natürlich enorm gespannt, was uns präsentiert werden würde. Und ich kann für meinen Teil sagen: Wir wurden nicht enttäuscht.
Mit der Black Bay Pro wurde der Wunsch vieler Fans erhört, eine kompaktere Uhr mit Zeitzonenkomplikation im Katalog zu finden. Angelehnt an das Design der Rolex Explorer 2 Ref. 1655 finden wir eine fixierte Edelstahllünette, ein schwarzes Blatt, sowie orangene und cremefarbene Akzente. Ein praktisches Datum gibt es obendrein. Kompakte 39 mm machen die Uhr zu einer tollen Unisex-Option. Angetrieben wird der Zeitmesser durch das Manufakturkaliber MT5652. Das derzeit ausführlichste Review zur Uhr findet ihr außerdem auf unserem YouTube-Kanal. Ebenfalls hervorhebenswert ist das neu entwickelte Stahlband, welches über eine praktische Schnellverstellung verfügt. Weitere Armbänder sind verfügbar und machen den Look perfekt.

 

Doch das war es noch lange nicht in punkto GMT-Uhren aus dem Hause TUDOR. Eine Variante der herkömmlichen Black Bay GMT erstrahlt nun two-tone in Edelstahl und Gold. Das wirkt edel und versprüht zeitgleich Vintage-Vibes. Die Lünette ist zweigeteilt schwarz und schokoladenbraun. Entsprechende Akzente auf dem Blatt komplementieren den Look.

Weitere Ergänzungen gab es zudem in der Black Bay 32/36/41 Kollektion, sowie im Bereich des Black Bay Chrono jeweils in Stahl-Gold.


TAG HEUER

Die TAG Heuer Monaco in Partnerschaft mit Gulf verkörpert Rennsport wie kaum eine zweite Uhr auf dem Markt. Vergangene Ausführungen wurden beliebte Sammlerstücke. Angetrieben vom Manufakturkaliber Heuer 02 besticht auch diese Sonderedition durch ikonische Farbgebung. Ebenfalls sehr Racing-inspiriert ist die neue limitierte Carrera Edition für Porsche, welche über das selbe Kaliber verfügt.

 

Überrascht hat mich die Vorstellung der TAG Heuer Aqua Racer Professional 1000. Dieses Modell markiert einen Meilenstein für die Marke, denn es ist die erste Uhr, welche mit dem neuen Kaliber TH30-00 angetrieben wird, welches exklusiv für TAG Heuer von der Kenissi SA produziert wurde, welche vorrangig Tudor, aber auch Breitling beliefert. 1000 m Wasserdichtigkeit werden durch ein robustes Gehäusedesign und einen markanten Kronenbügel erzielt. Die reguläre Aqua Racer 300 Kollektion wird zudem durch ein Modell in knalligem Orange ergänzt. Sie inspiriert sich an der beliebten Referenz 844. Eine solarbetriebene Aquaracer Solargraph ist eine weitere interessante Neuerung.

Am meisten überrascht hat mich jedoch die TAG Heuer Carrera Plasma, welche – erstmalig in der Uhrenindustrie – über in das Gehäuse eingelassene laborgezüchtete Diamanten verfügt. Das polykristaline Diamantenzifferblatt bedeckt das H02 Tourbillon Nanograph Uhrwerk. Wirklich beeindruckend.


GRAND SEIKO

Die Evolution 9 Serie soll die Zukunft des Hauses Grand Seiko repräsentieren. Fünf neue Uhren wurden innerhalb dieser Linie nun vorgestellt, welche vorallem durch ihre überarbeiteten Gehäuse überzeugen. Breitere Bandanstöße und robustere Armbänder sind ebenfalls willkommene Neuerungen. Kronenschützer, Kronen und Drücker wurden zudem verschlankt und – für meine Augen – ästhetischer in die Gehäuseflanken integriert. Wir finden zwei GMT-Chronographen, eine Taucheruhr, sowie zwei Uhren mit alleinstehender GMT-Komplikation. Angetrieben werden die Uhren von Spring-Drive Werken.

 

Aus dem Nichts kam die Vorstellung der Grand Seiko Kodo (japanisch: Herzschlag). Erstmalig präsentieren uns die Japaner eine wirkliche High-Complication innerhalb einer auf 20 Stück limitierten Auflage – ein fliegendes Uhrwerk mit Constant Force Tourbillon. Überragende Handarbeit und unnachahmliches Finish zeichnen diese Uhr aus. Wer erinnert sich? Vor knapp zwei Jahren wurde uns das entsprechende Uhrwerk als Concept-Prototyp präsentiert. Damals rätselten wir noch, in welcher Uhr wir es erstmalig vorfinden würden. Jetzt haben wir die Antwort.


ZENITH

Eine der populärsten Uhren der letzten Monate – die Zenith Chronomaster Sport – ist schon seit einiger Zeit ein beliebtes Objekt für Experimente mit verschiedensten Materialien. Nun präsentiert der Traditionshersteller eine wahrlich beeindruckende Variante, welche vollständig aus Roségold besteht.

Außerdem: Ein durch ein El Primero angetriebener Chronomaster Open in 39.5 mm und Edelstahl ermöglicht durch sein Zifferblatt einen Blick auf das legendäre Uhrwerk. Extra für diese Uhr wurde das El Primero 3600 zum 3604 modifiziert, um einen besseren Blick in die Architektur zu ermöglichen. Weitere Varianten der angesprochenen Chronomaster Sport vervollständigen zudem  nun das Line Up. In Summe kann man sagen, dass Zenith mit der Vorstellung der Defy Skyline den wohl wichtigsten Release in diesem Jahr bereits vor einigen Wochen feierte und so bei dieser Watches & Wonders ein wenig hinter den Erwartungen zurückblieb. Interessant ist zudem die offizielle Verkündung der Einstellung der Defy Classic Kollektion.


HERMÉS

Wer im Jahre 2022 immer noch denkt, dass Hermés schlicht eine „Fashion Brand“ ist, denkt gleiches wahrscheinlich auch von Cartier oder von Van Cleef & Arpels. Die neue Arceau Le Temps Voyageur ist ein wahres Meisterwerk. Gefertigt aus Edelstahl oder Platin besticht der Zeitmesser durch eine innovative Weltzeitkomplikation, welche eindeutig der Haute Horlogerie zuzuordnen ist. Zudem sind die Größen 38 mm, sowie 41 mm verfügbar. Auch die beliebte H08 erhielt eine schön anzusehende Überarbeitung in blau.


VACHERON CONSTANTIN

Der ewige Kalender innerhalb der Overseas Kollektion von Vacheron Constantin ist seit jeher mein Heiliger Gral. Insbesondere die letztes Jahr vorgestellte Variante aus Weissgold mit skelettiertem Zifferblatt übertrifft für mich alles, was der Markt sonst zu bieten hat. Erhältlich in 18 Karat Pink Gold und erstmalig auch in Grade 5 Titanium fasziniert mich der Zeitmesser mit einem speziell umgestalteten Calibre 2160 nun erneut. Finishing und Architektur des Werkes sind atemberaubend. Herzstück ist das wunderschöne Tourbillon mit eingearbeitetem Malteserkreuz – dem Logo der Manufaktur.

Auch Liebhaber:innen etwas klassischer anmutender Zeitmesser kamen voll und ganz auf ihre Kosten. Ein ewiger Kalender Chronograph mit lachsfarbenem Zifferblatt ergänzt die Traditionelle-Kollektion. Limitiert ist die wunderschöne Uhr aus Platin bei den jährlichen Produktionskapazitäten. Aus 324 Teilen besteht das Calibre 1142 QP.

 

Ein weiteres absolutes Highlight war die Re-Lancierung der Vacheron Constantin 222. Als eine der legendären Uhren aus Vacherons Vintagekatalog wurde sie damals von Jörg Hysek als Antwort auf die Designs von Gerald Genta entworfen. Nun ist sie mit unvergleichlicher Ästhetik zurück im Portfolio, verfügt in ihrem Inneren jedoch über zeitgemäße Spezifikationen.


IWC

Die Schaffhausener Manufaktur und Top Gun sind seit vielen Jahren ein harmonisch funktionierendes Team. Zwei Uhren aus Keramik (weiß, grün), sowie eine (schwarze) Variante aus hauseigenem Ceratanium sind typisch IWC und verfügen über sportliche Armbänder, liebevolle Details und farblich passende Zifferblätter. Auch eine klassischere Dreizeiger-Fliegeruhr innerhalb der Top Gun Serie ist nun verfügbar. Auch sie ist aus schwarzer Keramik gefertigt.


HUBLOT

Überraschenderweise präsentierte Hublot eine neue Gehäuseform. Mit rechteckiger Geometrie in 42 mm ist die Big Bang Square mit dem in-house Unico Uhrwerk in Titan, schwarzer Keramik oder dem patentieren King Gold erhältlich. Durch ein offenes Zifferblatt ist das Kaliber zu bewundern. 

 

Typisch Hublot gibt es außerdem einen absoluten Hingucker. Eine Big Bang Tourbillon aus pinkem Saphir. Auch die Integral Ceramic Linie innerhalb der Big Bang Kollektion erhielt Ergänzungen in spritzigen Farben. Babyblau, beige und grün repräsentieren Wasser, Erde und Holz und werden ebenfalls von einem Unico-Uhrwerk angetrieben.


CARTIER

Drei neue Versionen der Santos Dumont ergänzen nun die Kollektion. Lackierte Lünetten, geprägte Zifferblätter und goldene, blaue, sowie schwarze Farbgebungen sind am stilvollen Lederband erhältlich. Auch Fans der beliebten Cartier Tank mussten nicht leer ausgehen. Hier zeige ich euch die beeindruckende Tank Must in schwarz und gold. Ein tolles Kunstwerk ist zudem die Masse Mystérieuse – ein Zeitmesser mit fliegenden Zeigern ganz ohne Zifferblatt, in welchem das frei aufgehängte Uhrwerk zeitgleich als Rotor fungiert. Wow!


PATEK PHILIPPE

Was würde uns Patek Philippe präsentieren, nachdem gleich zwei Varianten der Nautilus 5711 in den vergangenen Monaten hohe Wellen schlugen? Diese Frage stellten sich viele Enthusiast:innen. Niemand hatte wahrscheinlich mit einer vintage-inspirierten Calatrava gerechnet. Eine glatte Lünette, eine Clous De Paris Guillochierung an der Gehäuseflanke, ein graues Blatt mit Körnung und Farbverlauf, sowie Fauxtina (künstlich gealterte Leuchtmasse) kamen in der Kombination – zumindest für mich – ziemlich unerwartet. Im selben Stil erschien zudem ein Jahreskalender GMT. Auch eine Grand Complication wird uns vergönnt. Sie erscheint allerdings in der Haute Joaillerie Kollektion. Geschuldet ist dies einem exzessiven Diamantenbesatz. Das Kaliber R27Q verlieht der Uhr einen ewigen Kalender, sowie eine Minutenrepitition.


MONTBLANC

Die Geosphere ist eine der spannenderen Kollektionen des Hauses Montblanc, welche beweist: Man hat weit mehr im Repertoire als teure Schreibinstrumente. Ein beeindruckendes Zifferblatt und ein Gehäuse aus Titan verleihen der Geosphere Chronograph Zero Oxygen einen abenteuerlichen Look. Das charakteristischste Feature jedoch ist gar nicht sichtbar. Jeder im Gehäuse vorhandene Sauerstoff wurde im Zuge der Fertigung extrahiert und garantiert so absolute Beschlagssicherheit. Wie cool ist das? Eine zusätzliche Chronographenkomplikation finden wir zudem erstmalig innerhalb einer Geosphere-Serie. Die verbauten Uhrwerke gelten mitunter als die besten und zuverlässigstem in ihrem Segment.

Zudem wird uns eine Taucheruhr vergönnt, welche über die selben spannenden optischen Features verfügt. An Gletschern inspirierte Akzente machen den Zeitmesser in meinen Augen sehr besonders. Auch die 1858 GMT ist eine Neuvorstellung, welche über eine rote Markierung eine zweite Zeitzone anzeigt. Sie bewegt sich ein Mal pro 24 h entlang der feststehenden Zeitzonen-Lünette.

 

Das absolute Highlight – und in meinen Augen eine Anwärterin auf den „Hottest Of The Show“-Award – ist die Montblanc 1858 Minerva Monopusher Chronograph Red Arrow LE88. Lasst mich euch gerne erklären weshalb! Es gibt zwei Level an Montblanc-Zeitmessern. Das erste Level ist beeindruckend, die entsprechenden Uhren habe ich euch oben beispielhaft beschrieben. Es sind hochwertig gefertigte Zeitmesser, die innerhalb der Richemont-Gruppe ein solides Standing haben. Dies liegt unter anderem daran, dass Montblanc sich innerhalb dieses großen Dachverbandes vollständig selber managen kann, aber „Richemont-Geld“ zum ausleben ihrer Ideen zur Verfügung hat. Aus dem schönen Le Locle heraus liegen die Produktionskapazitäten für die Zeitmesser des ersten Levels bei etwa 100.000 Stück pro Jahr. Sie sind Luxusuhren, jedoch überwiegend maschinell gefertigt und entsprechend bepreist. Vergleichbar sind sie mit Omega, Rolex und Co. Das zweite Level beschreibt jene Uhren, welche unter dem Namen Minerva (Göttin des Handwerkes) produziert werden. Sie werden in Villeret vollständig von Hand gefertigt, mit einer Produktionskapazität von lediglich einigen wenigen hundert Zeitmessern pro Jahr. Diese Seite Montblancs wird wie ein High-End Independent geführt. Neben einem Zifferblatt, welches Inspiration aus den Sportchronographen der 1920er Jahre zieht, finden wir ein Uhrwerk, welches in punkto Veredelung Seinesgleichen sucht und ohne Debatte auf einer Stufe mit Vacheron Constantin, Patek Philippe und Audemars Piguet anzusiedeln ist – oder sogar darüber. Ich empfehle euch dringend, die entsprechenden Bilder anzusehen! Das ursprüngliche Kaliber 19-09, welches in großen Minerva Chronographen jenseits der 43 mm zum Einsatz kam, wurde für diesen neuen Release hinabskaliert. Das identische – jedoch kompaktere – Kaliber 13-21 innerhalb der 1858 Monopusher Chronograph Red Arrow LE88 verfügt über ein lateral gekuppeltes Säulenrad, ästhetische 18.000 vph Schlagfrequenz einer überdimensionalen, schraubenregulierten Unruh, eine Breguet-Spirale und atemberaubendes Finishing und Handgravur. Ganz zu Schweigen vom stilvollen Einsatz von Edelmetallen innerhalb des Werkes. So repräsentiert nicht nur das Äußere der Uhr, sondern auch ihr Inneres feinste Uhrmacherrei aus den 1920er Jahren und echte Haute Horlogerie von einer Marke, deren Relevanz viele bis heute nicht zu erkennen vermögen.


ORIS

Eine vollständig neue Uhr stellte auch Oris vor. Die ProPilot X Calibre 400 Serie umfasst ab sofort drei Zeitmesser, die an Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit kaum zu überbieten sind. Ein Gehäuse aus sandgestrahltem Titan umfasst die Zifferblätter in grau, blau und lachsfarben. 39 mm machen sie zudem wunderbar tragbar. Das Highlight schlummert jedoch im Inneren: Das überragende Manufakturwerk Calibre 400, welches mit 5 Tagen Gangreserve, 10 Jahren Service-Intervall, 10 Jahren Herstellergarantie, Stoßsicherheit und Magnetfeldresistenz seit seiner Vorstellung neue Industriestandards setzen konnte.


CHOPARD

Die Alpine Eagle von Chopard konnte in den letzten Monaten einen rasanten Aufstieg verzeichnen und zunehmend mehr Fans gewinnen. Dies liegt mitunter am Design (sie orientiert sich an der „St. Moritz“ aus dem eigenen Vintagekatalog), jedoch vorrangig an den aufregend texturierten Zifferblättern. Was man bisweilen jedoch vermissen ließ, waren echte High Complications. Bis jetzt! Denn ab sofort verfügt die Chopard Alpine Eagle Kollektion über eine Uhr mit fliegendem Tourbillon und nur 8 mm Bauhöhe.


PANERAI

Eine beeindruckende Exklusivität bietet Panerai. Käuferinnen und Käufer der auf 33 Stück limitierten Luminor Goldtech Calendario Perpetuo werden von der Firma nach Florenz eingeladen um das Erbe Panerais unmittelbar zu erfahren. Der ewige Kalender kann zudem einzig über die Krone eingestellt werden und benötigt keine zusätzlichen Drücker.


ULYSSE NARDIN

Seit langem ist die Freak eine Modellserie welche ich intensiv beobachte, denn entgegen vieler weiterer Mitbewerber mit futuristischen Designs, sind die entsprechenden Zeitmesser verhältnismäßig tragbar. Nun präsentiert uns Ulysse Nardin die erste Kreation seit ihrer neugewonnenen Unabhängigkeit von der Kering-Gruppe: Die Freak S. Das fliegende Uhrwerk, welches Zeitgleich den Minutenzeiger darstellt, bildet ein Raumschiff ab. Zwei um zwanzig Grad angewinkelte Carrousels (nein, keine Tourbillons) verleihen der Uhr eine ungewöhnlich hohe Präzision. Verbunden sind sie durch einen Mechanismus, welcher sie konstant synchronisiert. Schwingt eines zu schnell, wird es durch das Andere gedrosselt – und umgekehrt. Zudem erlauben sie dank des voneinander abgekoppelten Antriebs von Unruh und Käfig die nötige Kraftentwicklung zum Bewegen des Raumschiffes. Das Zifferblatt besteht aus Aventurin, ist beweglich an das Federhaus gekoppelt und stellt so gleitend die Stunden dar. Was kaum jemand weiss: Ulysse Nardin verfügt mitunter über die beeindruckendsten inhouse-Fertigungskapazitäten in der gesamten Industrie und produziert beispielsweise sogar ihre eigenen Siliziumspiralen. Ich würde sagen, die Freak S ist ein gelungener Einstand für das „neue“ Ulysse Nardin, eine Firma, welche zu lange in der Versenkung eines großen Dachverbandes verschwunden war. Willkommen zurück!


A. LANGE & SÖHNE

Innerhalb kürzester Zeit etablierte sich die Odysseus aus Glashütte als absoluter Renner im Katalog A. Lange & Söhnes. Erstmals gefertigt aus Titan steht die Uhr trotz ihrer sportlichen Optik für höchste deutsche Uhrmacherkunst. Angetrieben wird der Zeitmesser durch das Manufakturkaliber L155.1 Datomatic, welches durch einen 950er Platinrotor mit Energie gespeist wird. Limitiert ist die Uhr auf 250 Stück. Außerdem präsentierte man uns eine überarbeitete Version der legendären Lange 1 mit kompakteren Proportionen, welche mir sehr gut gefällt.


JAEGER-LECOULTRE

Eine der ikonischsten Kollektionen aus dem Hause JLC ist die Polaris-Kollektion. Nun wird sie erstmals mit einem ewigen Kalender ausgestattet, was der Uhr meiner Meinung nach hervorragend zu Gesicht steht. Ein innovatives Quick-Exchange-System für die Armbänder ermöglicht zudem das flexible Wechseln des Looks. Ein Zeitmesser der etwas anderen Art ist die Atmos Tischuhr. Sie erzeugt die Illusion der Schwerelosigkeit und speist sich aus der Temperatur der Umgebung mit Energie. Eine weitere spektakuläre Uhr ist die Master Grande Tradition Calibre 948. Sie vereint eine Weltzeit mit einem fliegenden Tourbillon in atemberaubender Art und Weise. Auch dieses Jahr stellt Jaeger-LeCoultre also wieder eindrucksvoll unter Beweis, weshalb sie „die Uhrmacher der Uhrmacher“ genannt werden. Wahnsinn!


Und jetzt würde mich natürlich interessieren, welcher Release euch am meisten begeistern konnte. Welche wichtigen Uhren habe ich vergessen? Schreibt mir gerne unter severin.giesswein@altherr.de oder bei Instagram unter @derwerkstudent. Ich freue mich auf den Austausch.


Alle Bilder entstammen der OFFIZIELLEN WEBSITE DER WATCHES & WONDERS und werden seitens der Hersteller zur Verfügung gestellt.

 

Bis bald und macht's gut

 

Euer Severin