Sekundenstopp #51 - 01.11.2021

Hallo Leute! Schön dass ihr auch heute Morgen wieder Zeit findet in diese erste Ausgabe im Monat November herein zu schauen. Einiges ist passiert in den letzten Tagen und ich freue mich außerordentlich, mit euch über viele spannende Geschichten zu sprechen. Wie immer hoffe ich zuerst, dass es euch gut geht und ihr ein erholsames Wochenende hattet. Lasst uns direkt einsteigen!

Viel Spaß!

 

 

Das Wichtigste zuerst - Watchnews!

• Wenn Fans erhört werden - die neue NOMOS Club Sport Neomatik 42 Date

Die heutige Titelstory würde ich gerne mit einem Lob für NOMOS einleiten. Es ist selten, dass Hersteller, deren Sortiment für gewöhnlich nahezu exklusiv am „dressigeren“ Ende des Spektrums liegt, den Fans eine vollkommene und kompromisslose Sportuhr präsentieren. Ich denke hierbei an den Glashütter Nachbarn A. Lange & Söhne, die Dresdener Edelmanufaktur Lang & Heyne, oder den Schweizerischen High-End Independent Romain Gauthier. All diese Marken präsentierten uns in kürzester Vergangenheit Luxussportuhren der Oberklasse – denen doch jedes Mal das gewisse Quäntchen fehlte, welches bewies, dass die Manufakturen für gewöhnlich in einem anderen Metier unterwegs sind, was den Einsatz ihrer Zeitmesser angeht. Und dann haben wir NOMOS, die seit ihrem Bestehen Qualität zu einem tollen Preis liefern und beweisen: "Wir können auch Sportuhren!" Und wie.

Bildquelle: https://nomos-glashuette.com/en/watches/new-releases/club-sport-blue

Zur Einführung – NOMOS. Der deutsche Traditionshersteller, welcher mit eigenständigen Designs und kompetenter in-house Technologie weltweit Uhrenfans begeistern kann. Und die neue Club Sport Neomatik 42 Date in blau beweist wieso.

Um die Club-Kollektion kurz einzuordnen. Sie ist inzwischen zu einer Schlüsselkollektion im Katalog des Betriebs geworden, denn sie spricht genau diejenigen an, die einen eleganten und doch sportlichen, einen dezenten und doch charismatischen Zeitmesser suchen.

Beginnen wir aber nun damit, die neue Club Sport Neomatik 42 Date mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. 

Unmittelbar ins Auge sticht das Zifferblatt. Ein tiefes Blau mit leichtem Farbverlauf und einem beeindruckenden Sonnenschliff weiß auf Anhieb zu imponieren. Die feine Textur wirkt fast seidig. Während auf zwölf Uhr der Name des Herstellers, Ort und Titel des Kollektion prangt, findet sich auf sechs Uhr eine dezentrale kleine Sekunde. Abgestuft und mit Azuré-Schliff veredelt, macht sie das Zifferblatt symmetrisch und gibt den prominenten, mit Leuchtmasse gefüllten Zeigern genügend Raum. Das Datumsfenster auf drei Uhr ist groß, farblich angeglichen und am äußeren Rand geschmackvoll durch einen schrägen Anschnitt gerahmt. Gedruckte arabische Ziffern wechseln sich mit Baton-Indizes ab. Hier findet sich ebenfalls reichlich Super-Luminova. Abgeschloßen wird das Blatt in der Peripherie durch einen feinen Sekundenring. Unterhalb der Sekundenanzeige findet sich ein weiterer güldener Schriftzug: 1000 ft. 300 m also. Dieser verrät die erstaunliche Wasserdichtigkeit der Uhr und impliziert den von NOMOS angedachten Nutzen. Wieso nicht in metrischen Einheiten, konnte ich nicht herausfinden.

„Ob zum Segeln oder zur Mountainbike-Tour in rauem Terrain…“. So steht es auf der Website. 

Die bombierte Lünette ist hochpoliert und schlank. Nahtlos sitzt sie auf dem flachen Gehäuse, welches ebenfalls poliert ist und rahmt das Deckglas aus Saphir. Die langen Hörner sprechen die Designsprache von NOMOS. Eine geriffelte und signierte Krone ziert die Flanke des Gehäuses. Hier finden wir ein weiteres clever durchdachtes Element. Schraubt man die Krone aus dem Gehäuse wird ein leuchtend roter Ring aus Aluminium sichtbar. So wird verhindert, dass das Herz des Zeitmessers den Elementen ausgesetzt wird, ohne durch Wiederverschraubung der Krone für die nötige Sicherheit zu sorgen. 

Bildquelle: https://nomos-glashuette.com/en/watches/new-releases/club-sport-blue

Ein weiteres Highlight ist das vollständig neu entworfene Armband. Bisweilen haben die Armbänder von NOMOS die Meinungen gespalten, nun werden sich aber wahrscheinlich die Mehrheiten einig sein: Es gibt wenig auszusetzen. Das dreigliedrige Band besteht aus satinierten Außengliedern und einem hochpolierten Mittelglied. Versehen mit einem Schnellwechselsystem ist es am Gehäuse befestigt. Es wirkt stimmig und aus einem Guss mit dem Rest der Uhr – etwas, was in der Vergangenheit in den Augen vieler nicht auf jedes Metallarmband von NOMOS zutraf.

Dreht man die Uhr offenbart sich das Kaliber DUW 6101. Automatisch aufziehend und herrlich veredelt im Sinne der Glashütter Tradition finden sich Glashütter Streifen, gebläute Schrauben und eine Dreiviertel-Platine. Es verfügt zudem über einen patentierten Mechanismus zur Datumsschaltung, sowie das patentierte Oszillationssystem. Gekennzeichnet ist dies durch die blaue Unruhspirale. Eine ausgetüftelte Mechanik verhindert zudem eine Beschädigung des Uhrwerkes, sollten unachtsame Benutzer:innen versuchen das Datum während der kritischen Stunden (in der Regel zwischen 22:00 Uhr und 02:00 Uhr, bei NOMOS zwischen 23:00 Uhr und 01:00 Uhr) zu verstellen, wenn das entsprechende Räderwerk bereits bzw. noch gekoppelt ist. 

Mit 42 mm hat diese NOMOS eine gewisse Prominenz, vorallem, wenn man sie mit anderen Zeitmessern aus selbem Hause vergleicht. Dies ist jedoch in keinem Fall ein Kritikpunkt, denn in meinen Augen gehört eine sportliche Präsenz zum Charakter solcher Uhren einfach dazu. Trotzdem wahrt die Club Sport Neomatik eine Art Eleganz, die sie auch ohne Probleme zu formelleren Anlässen tragbar macht. Preis: 3220 €.

Bildquelle: https://nomos-glashuette.com/en/watches/new-releases/club-sport-blue

Jetzt bin ich auf eure Meinung gespannt! Wie findet ihr diesen Release von NOMOS? Lasst es mich unbedingt wissen und schreibt mir unter severin.giesswein@altherr.de oder antwortet einfach auf die Sekundenstopp-Mail in eurem Postfach! 

HIER erfahrt ihr mehr über die Uhr direkt bei NOMOS oder könnt HIER die Welt von NOMOS bei Altherr entdecken.

Kurz gesagt - Weitere spannende Themen aus der Uhrenwelt

• Gemacht, um zu bestehen - Panerai Submersible Chrono Flyback Mike Horn Edition

Bild nicht mehr verfügbar. Siehe Quelle.

Bildquelle: https://www.panerai.com/be/en/collections/watch-collection/submersible/pam01291-submersible-chrono-mike-horn-edition---47mm.html

Es ist die zweite Auflage der Kollaboration zwischen dem italienischen Uhrenhersteller und Mike Horn, seines Zeichens einer der wohl aktuell größten lebenden Forscher und Entdecker. Ob nasse Tiefen, kalte Höhen, karge Wüsten oder tropische Dschungel – es gibt wohl kaum einen Ort auf der Welt, an dem Mike Horn noch nicht war. Stets im Auftrag der Natur selbst. Denn der Entdecker engagiert sich leidenschaftlich für die Konservativen bedrohter Regionen und den Schutz unserer Erde. Mit der neuen Panerai Submersible Chrono Flyback Mike Horn Edition hat er dafür zumindest schon einmal das absolut richtige Werkzeug am Handgelenk. Mit einer, für einen Chronographen überragenden, Wasserdichtigkeit von 300 m (danke verschraubter Drücker), glänzt diese Panerai durch exzellente Ablesbarkeit. Titan macht sie außerdem trotz der 47 mm Gehäusedurchmesser leicht und angenehm tragbar. Angetrieben von Panerais in-house Kaliber P.9100 kostet der Zeitmesser 20.500 €. Limitiert auf 500 Stück. HIER.

• Sportliches Team – Girard-Perregaux Laureato Chronograph Aston Martin Edition

Bildquelle: https://www.girard-perregaux.com/row_en/81020-11-001-11a.html

Anfang dieses Jahres gab der Schweizer Uhrenhersteller Girard-Perregaux eine Partnerschaft mit Aston Martin, dem legendären britischen Hersteller von Luxussportwagen und Grand Tourern, bekannt. Die erste Uhr zur Feier der Partnerschaft war eine skelettierte Version des markentypischen Tourbillon mit drei fliegenden Brücken. Nun stellt GP die sportliche Laureato Chronograph Aston Martin Edition mit grünem Zifferblatt in 40 mm Durchmesser vor. Neben der typischen Farbe des Automobilfabrikanten finden sich noch weitere dezente Hinweise auf die Kollaboration. Durch einen offenen Gehäuseboden lässt sich zudem erstmalig das Uhrwerk eines Laureato Chronographen bewundern. Die GP Laureato ist die wohl ikonischste Uhr des Hauses und greift Designelemente auf, welche die Sportuhren in den 1970er-Jahren zu einem Kult werden ließen. Limitiert auf 188 Stück ist die Uhr für 17.300 € erhältlich. HIER.

• Doppelt fliegt besser – IWC mit zwei neuen Modellen der TOP GUN Kollektion

Bildquelle: https://www.iwc.com/de/watch-collections/pilot-watches/iw503604-big-pilots-watch-perpetual-calendar-top-gun-ceratanium.html

Kaum eine andere Marke ist so eng mit ihrem Fliegeruhren-Image verwoben, wie IWC. Die Manufaktur aus Schaffhausen baut wohl aktuell die mitunter charakteristischsten und markantesten Pilotenuhren. Auch außerhalb von Fachkreisen genießen die Zeitmesser aus dem Hause IWC einen hohen Wiedererkennungswert. Nun werden gleich zwei Modelle aus futuristischen Ceratanium vorgestellt, welche durch Funktionalität und uhrmacherische Raffinesse überzeugen. Das matte Schwarz verleiht den Uhren einen taktischen Charakter – ganz im Sinne des TOP GUN Themas. Die Timezoner verfügt über die wahrscheinlich nutzer:innenfreundlichste Zeitzonenkomplikation auf dem Markt, welche leicht und übersichtlich zu bedienen ist. Die Big Pilot’s Perpetual Calendar hingegen bringt eine echte High Complication an das Handgelenk. Erhältlich ist die Timezoner – auf 500 Stück limitiert – für 18.200 €. Die Perpetual Calendar ist zwar nicht numerisch limitiert, wird jedoch pro Jahr nur 150 mal gefertigt werden und kostet 46.800 €. HIER und HIER. 

• (Nicht wirklich) abgehoben – Die Hamilton Khaki Aviation Pilot Pioneer 38 mm

Bildquelle: https://www.hamiltonwatch.com/en-int/h76205530-khaki-aviation-pilot-pioneer.html

Im Bereich unter 1000 € gibt es wenige Marken, welche das Segment so innovativ, eigenständig und durchdacht spielen, wie Hamilton. Die Schweizer Uhrenmarke unter dem Dach der Swatch Group kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Reichlich Erfahrung im Bereich der Fertigung von Militäruhren können nicht von der Hand gewiesen werden. Kurz: Geht es um funktionelle vintage-inspirierte Designs, macht Hamilton wohl niemand etwas vor. Gerade in einem Preissegment, wo sich Optik und Designelemente oft häufen und ähneln. In der Hamilton Khaki Aviation Pilot Pioneer vereint sich ein toller Preis mit einer tollen Ausstrahlung. Dank ihrer 38 mm sitzt die Uhr klassisch proportioniert. Die Kathedralen-Zeiger wirken vintage, ebenso wie die leicht kursiven, arabischen Ziffern. Eine dezente Körnung gibt dem Zifferblatt eine angenehme Tiefe, welche in ihrer Optik von keinem Datumsfenster gestört wird. Eine bidirektionale Fliegerlünette erlaubt zudem das Festhalten zeitlicher Events. Unkompliziert und funktionell. Das gebürstete Gehäuse, die Fliegerkrone und das Lederarmband unterstreichen den Charakter der Uhr. Preis: 995 €. Ein Modell mit dezentraler kleiner Sekunde ist zudem für 1195 € erhältlich. HIER.

Kürzer gesagt - Mehr Neuigkeiten aus der Uhrenindustrie

• De Bethune Dreamwatch 5 Tourbillon Season 1

Vorgestellt auf der Watchtime New York präsentiert uns die Firma, die laut Aussagen vieler Experten „only Grailwatches“ produziert, ihr neuestes Kunststück. Ein wahres Schwergewicht. HIER.

• Longines Heritage Classic Limited Edition for Hodinkee

Ein, in meinen Augen, wirklich gelungenes Modell der beliebten Heritage Classic ist in Zusammenarbeit zwischen Longines und dem Uhrenmagazin Hodinkee entstanden. HIER.

• Glashütte Original Senator Excellence Perpetual Calendar Salon Limited Edition

Die Senator ist eine der prestigeträchtigsten Linien aus dem Hause Glashütte Original. Mit lachsfarbenem Blatt wartet nun die neue limitierte Edition mit gehobenen Komplikationen auf. HIER.

• Urwerk UR-112 Aggregat

Futuristisch, brachial und doch tragbar und dabei technisch ausgeklügelt. So lassen sich die Uhren aus dem Hause Urwerk beschreiben. Die neue UR-112 Aggregat bildet hierbei keine Ausnahme. HIER.

• A. Lange & Söhne Zeitwerk Lumen Honeygold

Honeygold – ein Werkstoff, der nur den exklusivsten Zeitmessern aus dem Hause A. Lange & Söhne vorbehalten ist. Wie exklusiv, dass beweist die neue Zeitwerk Lumen Honeygold. Die Uhr vereint das Beste traditionell deutscher Uhrmacherkunst mit einem zeitgemäßen, sportiven und erfrischendem Ansatz. HIER.

• Omega Seamaster Aqua Terra Beijing 2022

Exklusiv für die Olympischen Winterspiele 2022 präsentiert Zeitsponsor Omega eine Aqua Terra mit einem äußerst interessanten Zifferblatt. HIER.

• Laco München Erbstück Chronograph Limited Edition

Modernen Uhren mit reichlich Historie einen Vintage-Anstrich zu verleihen, versteht kaum jemand so gut, wie Laco. Mit der München Erbstück Chronograph Limited Edition spielt die Firma sich ins Herz von Flieger-Liebhaber:innen mit einem Faible für Nostalgie in ihren Zeitmessern. HIER.

Schon gewusst? Uhrenvokabular verständlich erklärt. Das Acht-Tage-Werk.

Die Vokabel der Woche ist dieses mal nahezu selbsterklärend. Nichts desto trotz verbirgt sich hinter einem Acht-Tage-Werk ein interessantes Konzept. Der Begriff Acht-Tage-Werk beschreibt nämlich ein Uhrwerk mit einer Gangdauer von mindestens einer Woche. Die meisten Uhren, welche mit solchen Werken ausgestattet sind, verfügen über ein Doppelfederhaus um die benötigte Energie aufbringen zu können und benötigen einen Handaufzug, da kein Rotor alleine diese Energie liefern kann. In Pendel- oder Großuhren stellen diese Arten von Uhrwerken keine Besonderheit dar. Umso faszinierender finde ich es, dass es den Uhrmachermeister:innen dieser Erde gelungen ist, diese beeindruckende Leistung auf nur wenige Zentimeter für das Handgelenk herabzuskalieren. Das erste Patent für eine kleine Uhr – eine Taschenuhr – mit einem Acht-Tage-Werk wurde im Jahre 1888 an Irenée Aubry erteilt. Die Uhr wurde Hebdomas getauft, was griechisch ist, und Woche bedeutet.

#altherrweekendwristshot - Eure Uhren auf unser'm Blog

Unser #altherrweekendwristshot kommt diese Woche von unserem Freund @watch.tommy. Mal wieder ein herrlich arrangiertes Foto. Zu sehen ist seine Cartier Santos in der Größe Medium. In meinen Augen die perfekte Größe für diesen ikonischen Zeitmesser. 

Willst du deinen Wristshot auch mit der Community teilen? Nutze ganz einfach nächstes Wochenende unseren Hashtag; #AltherrWeekendWristshot und mach mit! Wir suchen dann unseren Favoriten aus. Viele weitere Beiträge teilen wir auf unserem Instagram-Account.

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende der Ausgabe von heute! Ich hoffe ihr hattet Spaß und konntet etwas Wissenswertes oder Interessantes für euch mitnehmen. Lass mich doch unbedingt gerne wissen, welche Geschichte euch am besten gefallen oder welche euch am meisten angesprochen hat. Wie immer erreicht ihr mich unter meiner E-Mail-Adresse severin.giesswein@altherr.de. Auch findet ihr mich auf Instagram unter @derwerkstudent. Dort poste ich immer eine Menge Neuigkeiten oder interessante Beiträge aus der Industrie. Bleibt alle gesund, ich wünsche euch nur das Beste!

 

Euer Severin

 

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