Die meisten von euch kennen die Seamaster Diver 300M wahrscheinlich aus den Bond-Filmen der 90er Jahre als Pierce Brosnan den Laserstrahl aus dem Helium Auslassventil hat schießen lassen. Die Uhr hat ein paar Remixe bekommen und ist nun seit 2017 in der hier vorgestellten Variante auf dem Markt erhältlich.

 

Das Design

Das Ziffernblatt besteht aus Keramik. Es ist in schwarz, in weiß, in blau, oder in Silber erhältlich. Die hier mitgebrachte Variante ist eine mit schwarzem Zifferblatt und zwar außerdem mit einem schwarzen Keramikgehäuse. Das eine etwas besondere Variante, auf der sich auch kein Datumsfenster befindet. Die normale Seamaster Diver 300M hat ein Datum auf 6 Uhr, was extrem praktisch ist. In älteren Varianten hatte sie das Datum auf 3 Uhr. Das Ziffernblatt ist nicht nur aus Keramik gefertigt, was sich außerdem unter der Mitte, durch einen kleinen Schriftzug - das chemische Zeichen für Zircroniumoxid (ZrO2), also Keramik, ablesen lässt, sondern es hat außerdem da ikonische Wellenmuster eingelasert. Dieses Wellenmuster wurde erstmals in den 90er Jahre auf der Seamaster Diver 300M vorgestellt und in dieser neuen Variante eben eingelasert. Ziemlich cool!

Hat auf jeden Fall seinen Style. Außerdem sind die Indizes aufgesetzt, was der Uhr so ein dreidimensionale Design verleiht und für mich ein wirkliches Highlight darstellt, ähnlich wie es bei der Aqua Terra der Fall war. Die Zeiger sind poliert und außerdem skelettiert. Durch die Politur und durch den Lichteinfall dadurch, lässt sich die Uhrzeit jederzeit sehr, sehr gut ablesen. Das macht die Uhr einfach lesbarer und gibt dazu auch noch ein schickes Designelement und eine schöne Aufwertung. Die Zeiger sind außerdem mit Superluminova besetzt, was Dank der Skilletierung etwas spärlicher ausfällt. Deswegen polarisieren diese Zeiger auch.

Ich persönlich finde, sie sehen schick aus, passen gut zum Profil der Uhr. Aber es gibt auch Leute, die sagen, dass diese Zeiger dadurch zu wenig Superluminova haben. 

 

Die Passform

Ein großes Wiedererkennungsmerkmal für die Seamaster Diver 300M ist definitiv das Helium Auslassventil. Bei diesem Ventil handelt sich um ein technisches Feature, das eher für professionelle Taucheruhren relevant wird. Denn wenn Taucher eine längere Zeit unter Wasser bleiben, sammelt sich Helium und durch ein solches Ventil kann sich dieses Helium herauslassen. 

Das werden sowohl du, als auch ich, wahrscheinlich nie wirklich benutzen. Braucht man es also deswegen an einer so schicken Uhr? Ich glaube, dass dieses Helium Auslassventil als sehr, sehr schönes Wiedererkennungsmerkmal seinen Job neu definiert hat. Wenn du über die Straße läufst und bei jemand ans Handgelenk guckst und dieses Helium Auslassventil auf 10 Uhr siehst, dann weißt du sofort „Aha, der Kerl hat eine Seamaster Diver 300M“.

Ich finde das Feature cool, gibt der Sache Wiedererkennungswert und dieses konische Design macht es außerdem sehr praktisch und unscheinbar eigentlich im Alltag. 

 

Die Lünette besteht aus Keramik. Was zum einen krisenresistent ist und zum anderen die Farbe nicht verliert. Bei vielen Vintage-Uhren sieht man oft, dass die Farben nachlassen, weil das Material einfach nicht für so lange haltbar gemacht ist. Bei der Keramik-Lünette, der Seamaster Diver 300M musst du dir keine Sorgen machen. Sie verliert ihren Glanz und ihre Strahlkraft definitiv nicht. Zudem hat Uhr ein antireflektierendes Saphirglas verbaut, das auch kratzfest ist und die Uhr somit für den Alltag perfekt vorbereitet. 

Auf dem Papier bietet Omega hier mit einer Uhr, die sehr gut lesbar ist und auf maximale Funktionalität getrimmt ist, eine Tool Watch „par excellence“ an. Aber Dank der feinen Details in Design und des schönen Finisches am Edelstahlgehäuse, oder an Keramikgehäuse in diesem Beispiel, bietet omega hier eine Uhr an, die außerdem sehr, sehr dressy sein kann. 

 

Viele Taucheruhren sind massive „Klopper“ und finden eigentlich nur an starken Handgelenken wirklich Platz. Das ist bei der Seamaster Diver 300M nicht der Fall. Wir haben hier ein Profil von 42 mm im Durchmesser und 13,5 mm in der Höhe. Das trägt sich auch wirklich fast allen Handgelenken ziemlich gut. Außerdem haben wir mit den Hörnern eine leichte Biegung nach unten und die Hörner sind auch nicht zu groß. So, dass sich jetzt hier - in dem Beispiel das Kautschukband – sehr, sehr stark nach unten abbiegt und somit gut am Handgelenk anpasst. Gleiches gilt für das Edelstahl- Armband. Es gilt als eines der Besten in der Branche und dressed die Uhr relativ einfach und schnell wieder auf. Zudem bietet die Sicherheitsfaltschließe eine Feinjustierung an, die sehr praktisch ist im Alltag. Wenn das Handgelenk ein bisschen angeschwollen ist, kannst du ein bisschen weitermachen. Oder ansonsten natürlich über den Neoprenanzug anpassen. 

Die Gehäuseform ist sehr elegant und gut proportioniert. Sodass selbst die Crownguards, also die Schützer für die verschraubte Krone, in einem sehr weichen Design angepasst sind und so aussehen, als kämen sie mit dem Gehäuse aus einem Guss. Was sie natürlich tun. Aber trotzdem: Das ist im Design berücksichtigt und es passt einfach alles proportional sehr, sehr gut zusammen. 

Auch der Edelstahlring für die Lünette hat leichte Einbuchtungen, die das Handling deutlich praktischer machen. Das sind einfach Designfeatures an die Omega hier gedacht hat und die mir persönlich sehr, sehr gut gefallen. Viele meiner Kunden entscheiden sich tatsächlich für das Kautschukband. Das Kautschukband ist sehr hochwertig verarbeitet. Es handelt sich dabei um ein antibakterielles Material, so dass auch im Sommer, wenn geschwitzt wird, ist nicht zu Gerüchen kommt und auch die Dornschließe, jetzt in dem Beispiel hier mit der Keramikdornschließe, die erlaubt eine sehr feine Einstellung an dem Kautschukarmband. Alles in allem eine klasse Uhr.

 

Das Uhrwerk

Trotz all der Publicity und dem Marketing rund um James Bond, ist Omega immer noch eine der besten und größten Uhrenfabriken der Welt. Das macht sich wirklich in diesem Einsteigermodell spürbar. Denn diese Taucheruhr hat nicht nur ein super Finish, sondern außerdem eines der besten Uhrwerke der Industrie. Es handelt sich dabei um das Manufakturkaliber Co- Axial Master Chronometer 8800. Das Master Chronometer bedeutet, das eine METAS- Zertifizierung vorliegt. Das ist also eine zentrale Stelle in der Schweiz, wo die Ganggenauigkeit geprüft wird und außerdem die Magnetismusresistenz bis zu 15.000 Gauß, die die diese Uhr aushält, zertifiziert werden. Eine hohe Magnetismusresistenz macht die Uhr wartungsarm. Denn die Ganggenauigkeit wird maßgeblich durch Magnetismus beeinflusst. Zum Beispiel im Ceranfeld oder in der Stereoanlage lädt sich die Uhr magnetisch auf und hat dadurch ein stärkere Gangabweichung. Wenn das also nicht passiert, dann müssen Gangabweichungen nicht so schnell korrigiert werden und die Revisionen sind nicht so häufig und schnell nötig. 

Außerdem wird durch die Co- Axial-Technik die Reibung minimiert und somit die Wartungsintensität auch wieder reduziert. Das schöne Uhrwerk lässt sich außerdem durch den Saphirglasboden begutachten. Sowohl die Genfer Streifen auf dem Rotor als auch das schöne Finish des gesamten Uhrwerks lassen sich dadurch begutachten und - ich meine es ist eine Taucheruhr, ist es nicht unbedingt nötig, aber - machen die Uhr noch mal hier zu einem Highlight, meines Erachtens.

 

Omega bietet mit der Seamaster Diver 300M einen wahren Kracher in seinem Einstiegslevel an. Eine Uhr, die es mit jeder anderen Taucheruhr in der Industrie aufnehmen kann. Ob Manufakturkaliber, hochwertige Materialien, sowie Keramik, oder ein eigenständiges ikonisches Design. Diese Uhr bietet wirklich alles am Edelstahlarmband 4.800 Euro, am beliebten Kautschukband 4.500 Euro.