Während Breitling mit seinen innovativen Fliegeruhren bekannt geworden ist und in den letzten Jahren mit Navitimer, Chronomat und AVI die Uhrenwelt begeistert hat, hat die Schweizer Marke seit den 1950er Jahren mit ihrer Superocean auch eine lange Geschichte rund um das Thema Taucheruhren.

In den 1960er-Jahren nahm der Tauchsport richtig Fahrt auf. Beim Tauchen war damals - wie auch heute - das Timing entscheidend und wurde fast ausschliesslich in Minuten gemessen. Breitling wollte in dieser Zeit nicht nur die beste Taucheruhr präsentieren, sondern ihr auch einen ganz eigenen, wiedererkennbaren Stil verleihen. 

 

Für diese frühe Superocean entfernten die Designer von Breitling alle überflüssigen Funktionen, die nicht zu den speziellen und eventuell lebensrettenden Anforderungen von Tauchern gehörten. Für die wichtige Minutenskala entwarf man einen kontraststarken Zifferblattring und die feinen Indizes der frühen Superocean Modelle wurden gegen markante Leuchtzeiger für eine einfachere Ablesbarkeit ausgetauscht. 

 

Und der schliesslich mutigste Schritt war, dass Breitling bei dem damaligen Modell auf den Sekundenzeiger verzichtete, weil Taucher diesen nicht wirklich brauchten. An seine Stelle trat ein revolutionärer, minutenbasierter Chronograph. Dieser wurde «Slow Motion» genannt, weil die vollständige Drehung des Zifferblatts genau eine Stunde dauerte. Spannendes Konzept und in gewisser Form auch eine Alternative für die drehbare Lünette - wobei diese beidseitig drehbar war in den 1960ern.

 

Die neuen Breitling Superocean Modelle greifen auf die vereinfachte Funktionsuhr-Philosophie der Slow Motion zurück. Und obwohl die Kollektion überarbeitet wurde, um die Bedürfnisse moderner Uhrenfans zu erfüllen (keine Sorge also; sie hat einen normalen Sekundenzeiger), werden Breitling Fans und Sammler gestalterische Anspielungen auf das Original erkennen.

 

Ein Highlight der neuen Superocean ist das Comeback des quadratischen Minutenzeigers der original «Slow Motion» und der kontrastreichen Minutenskala. Fans werden sich auch an «den Punkt» erinnern, ein kreisrundes Fenster bei 6 Uhr, das unterschiedliche Farben anzeigte, je nachdem, ob der minutenbasierte Chronograph eingeschaltet, angehalten oder ausgeschaltet war. Bei der neuen Superocean soll der Kreis des Sekundenzeigers an diese beliebte Funktion erinnern.

 

Im Gegensatz zum Vorgänger - der mit einem Schwingenlogo ausgestattet war - hat Breitling sich für ein appliziertes Breitling B entschieden. Damit wird Breitling innerhalb der Superocean Kollektion konsistent, denn die Superocean Heritage hat bereits das B. Wie bewertet ihr das? Hättet ihr lieber das Schwingenlogo behalten bei der neuen Superocean?


Die farbenfrohen Zifferblätter der Kollektion sind in vier Grössen (46, 44, 42 & 36 mm) erhältlich und werden mit drei verschiedenen Gehäusemetallen kombiniert – Stahl, Stahl-Gold und Bronze. Die spezielle Legierung, die bei den 44-mm- und 42-mm-Versionen aus Bronze verwendet wird, weist eine exzellente Korrosionsbeständigkeit auf, entwickelt aber mit der Zeit eine dezente Patina, wie es sich für Taucheruhren gehört. Die 42 mm Variante, die an meinem Handgelenk am besten passt, misst 47 mm Lug to Lug. Sehr gut gewählte Proportionen von Breitling. Auch im Profil sieht die Uhr klasse aus und trägt sich hervorragend.

 

Die beiden Armbandoptionen, ein sportliches Kautschukarmband und ein neues dreireihiges Metallarmband, haben jeweils eine erstklassige Faltschliesse. Sie hat eine Feinjustierung, die präzise Einstellungen von bis zu 15 mm ermöglicht und für optimale Passgenauigkeit beim Tragen über Surf-Kleidung und Taucheranzügen - oder einfach bei warmen Temperaturen - sorgt. 

 

Die neue Superocean sieht nicht nur gut aus, sondern auch die Technik lässt sich sehen. Sie ist - dank einer schön robusten, verschraubten Krone - in allen Größen bis 300 m (1000 ft) wasserdicht und verfügt über auffällige Zeiger, die perfekt zu den Indizes passen und mit Super-LumiNova® beschichtet sind. Insgesamt bietet das Zifferblatt eine aussergewöhnlich gute Ablesbarkeit; ob im Alltag, unter Wasser oder bei Nacht.

 

Die kratzfeste Lünette mit Keramikeinlage verschleisst nicht und bleicht nicht aus. Aus Sicherheitsgründen ist die Lünette bei den meisten Grössen nur einseitig drehbar; Sie ist sehr griffig und fühlt sich gut an. Die bidirektionale Lünette der 46-mm-Uhr ist durch eine patentierte Arretierung gesichert.

 

Darüber hinaus ist diese Uhr stossfest sowie sand- und salzwasserbeständig. 

Für das automatische Breitling-Kaliber 17 gilt eine 2-jährige Garantie und das Uhrwerk bietet ca. 38 Stunden Gangreserve. In gewohnter Breitling-Manier ist das Werk Chronometer-zertifiziert - läuft also präzise zwischen -4 und +6 Sekunden pro Tag.

 

Zur neuen Kollektion zählt auch die Sonderedition Superocean Automatic 42 Kelly Slater. Die gemeinsam mit dem mehrmaligen Surfweltmeister entworfene und auf 1000 Stück limitierte Uhr verfügt über ein leuchtend orangefarbenes Zifferblatt und ein militärgrünes Kautschukarmband. Die Farbgestaltung wurde durch eine Uhr inspiriert, die Kelly Slaters Vater beim Surfen trug. Eine ziemlich mutige Kombination, oder? Was meint ihr?

 

Bei der neuen Superocean ist für jeden etwas dabei. Sammler werden den starken Einfluss der «Slow Motion» erkennen, Wassersportbegeisterte werden ihre technischen Merkmale zu schätzen wissen und Stilbewusste werden sich für ihre Vielseitigkeit und ihre Einzigartigkeit interessieren. Was denkt ihr über die neue Superocean von Breitling?