Der Markt der Luxusuhren hat sich in den letzten paar Jahren stark verändert und viele Experten gehen davon aus, dass die Schweizer Uhrenindustrie in den kommenden zehn Jahren enorme Verluste einfahren wird.

Aber neben der Schweiz gibt es noch andere, ebenfalls äußerst fähige, Uhrmacher und Uhrenmarken, welche ihren Platz im Rampenlicht verdient haben. Deutsche Marken aber auch britische und japanische Marken wachsen aktuell enorm. Des Weiteren ist uns vermutlich allen klar, dass Omega, Rolex und Co in allzu naher Zukunft nirgendwo hingehen werden; aus genau diesem Grund beleuchten wir in dieser kleinen Serie die Newcomer, Überflieger und Geheimtipps der Uhrenbranche und räumen im Idealfall gleichzeitig mit ein paar Vorurteilen auf.

Denn auch diese Marken verdienen Respekt.

Vielen wird der Begriff Seiko etwas bedeuten, schließlich handelt es sich dabei um jene Marke, die nicht nur mit dem nahezu besten Preis-Leistungsverhältnis auftrumpfen kann, sondern auch um die Firma, die die Quarz-Armbanduhr erfunden hat. Seiko an sich jedoch, ist uns heute nicht so wichtig, sondern vielmehr ihre Premiummarke. Grand Seiko.

Unter Umständen haben einige unserer Leser diesen Namen schonmal gehört und fragen sich, was es mit all dem Hype auf sich hat. Was machen sie so anders? Warum sollte ich so viel Geld ausgeben, fur eine Marke, die doch ohnehin nur Quarzuhren macht?

Ganz einfach. Sollt ihr nicht; denn Grand Seiko ist sehr viel mehr als das.

 

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1. Grand Seiko bietet ausgefallene Designs

Grand Seiko scheint sich auf den ersten Blick enorm an Rolex zu orientieren und selbst wenn dem so wäre, könnte man es ihnen wohl kaum verübeln, schließlich hat Rolex seine Position als Marktführer aus gutem Grund.

ABER Grand Seiko setzt sehr viel Wert auf Innovation, für den Käufer heisst das, dass sie ein klassisches Gehäuse für ihre Alltags-, Sport-, oder Anzugsuhr bekommen und die Marke dann darauf aufbaut.

Denn in Sachen Assimilation und Akkomodation macht die japanische Luxusmarke alles richtig. Während die einfarbigen, flachen Zifferblätter anderer Marken schnell langweilig und eintönig werden, setzt man sich hier meilenweit von der Konkurrenz ab.

Mit handgearbeiteten Zifferblättern, welche an die japanische Kultur oder Naturschauspiele des Inselstaats angelehnt sind, konnte die Marke an sich schon seinen Platz in der Branche rechtfertigen, so gilt zum Beispiel das Zifferblatt der SBGA211, der berühmt, berüchtigten ‘Snowflake’ in vielen Kreisen als das schönste Blatt auf dem Markt.

Aber auch das Gehäuse hat in den meisten Fällen mehr Finesse als manch andere komplette Uhr oder Marke, so wird beispielsweise häufig das mittlerweile international hochangesehene Zaratsu- und Hairline Finish verwendet, bei welchem das Gehäuse stundenlang mit verschiedenen Stärken an Schleifpapier, Poliertuch und viel Entschlossenheit bearbeitete, bis das, für manche, schönste Gehäuse des Markts fertig ist.

2. Grand Seiko bringt echte Innovation in den Markt

Viele Enthusiasten und Insider bemängeln schon seit langem, dass die Uhrenindustrie vergessen hat, worauf es ankommt und, dass kaum eine Marke sich noch wirklich weiterentwickelt. Neben Omega und Zenith sähe es in diesem Preisfeld sehr altbacken und festgefahren aus, was das Streben nach Genauigkeit und neuen Technologien angeht. Genau hier setzt Grand Seiko an und schafft genau das, was Seiko schon vor ihnen erreichte. Sie entwickeln eine komplett neue Technologie. Das Spring Drive Werk.

Neben den Errungenschaften der normalen Quarz und Automatikwerke ist Grand Seiko insbesondere für ihre zahlreichen Spring Drive und Hi-Beat Modelle bekannt.

Während die Hi-Beat Modelle sich einer Technologie bedienen, welche bereits seit einigen Jahren auf dem Markt ist und diese massentauglich machen; handelt es sich bei dem Spring Drive um eine komplett neue Errungenschaft der Uhrmacherei. Und die ist sogar genauer als jedes andere mechanische Uhrwerk der Welt.

Die Spring Drive Technologie ist technisch gesehen eine Weiterentwicklung der Kineticuhr, wobei ein mechanisches Uhrwerk durch einen Dynamo angetrieben wird.

So haben Spring Drive Kaliber zum Beispiel einen Quarz und eine Kupferspule, benötigen aber keinerlei Batterie, weil sie durch die Kraft des Rotors, welchen man aus dem Automatikwerk kennt, angetrieben werden.

Aber neben dieser bereits sehr innovativen Idee, hat man sich entschieden, sich von einem der wichtigsten Teile des mechanischen Uhrwerks zu verabschieden. Dem Hemmrad. Denn während der fließende Zeiger einer Automatik Uhr sich durch winzig kleine Sprünge fortbewegt, liegt beim Spring Drive ein tatsächlicher ‘fließender Zeiger’ vor; aufgrund eines Schleifrads.

Die genaue Technik des Spring Drives ist eindeutig komplex genug, für einen eigenen Beitrag, man kann sich aber sicher sein, dass sich da in Zukunft definitiv noch mehr entwickeln wird. Wer weiß, vielleicht sehen wir in ein paar Jahren ja die Spring Drive Krise.

3. Grand Seiko gewinnt kontinuierlich Marktanteile

Aktuell ist der Name Grand Seiko noch ein kleiner Geheimtipp, doch nicht nur bei uns, sondern auch bei anderen Händlern schießt die Nachfrage nach der japanischen Luxusmarke bereits ins Unermessliche. Denn während sich viele noch damit beschäftigen, sich auf die ein oder andere Warteliste setzen zu lassen; finden online schon Diskussionen statt, ob es sich bei Grand Seiko um den nächsten Marktführer handeln könnte. Das schlägt sich nicht nur in verstärktem Interesse, sondern auch in erhöhten Verkaufszahlen nieder.

 

Fazit

Fakt ist, Grand Seiko ist in den letzten vier Jahren, vor allem hier in Deutschland, zu einem kleinen Phänomen geworden und die Tatsache, dass sie vor kurzem ihr erstes Tourbillon Werk vorgestellt haben, wird ihren Erfolgszug mit Sicherheit nicht stoppen.

Alles in allem ist Grand Seiko zum aktuellen Zeitpunkt die ideale Wahl für alle Uhrenfreunde, welche sich nicht nur für die Zukunft absichern wollen, sondern gleichzeitig nicht bereit sind, Kompromisse einzugehen. Sei es in der Gehäuseverarbeitung, technischer Raffinesse oder ganz einfach Exklusivität. Grand Seiko bietet Qualität in nahezu allen Preislagen, und scheint noch einen guten Lauf vor sich zu haben.

Ob Diver, Dresswatch oder GMT Funktion. Von Alltagsuhr bis hin zu vollgoldenen Limited Editions ist alles vertreten und die Listenpreise sind nicht nur sehr fair, sondern im Vergleich zur Qualität, fast schon ein Schnäppchen.